Ölpreise verlieren leicht vor Bernanke-Rede

Ölfässer

New York – Die Ölpreise sind am Mittwoch vor einer mit Spannung erwarteten Anhörung von US-Notenbankchef Ben Bernanke vor dem amerikanischen Kongress etwas zurückgefallen. Händler nannten einen leichten Kursrückgang des US-Dollar am Vormittag als Grund für die sinkenden Preise am Ölmarkt. Gegen Mittag kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 107,74 US-Dollar. Das waren 40 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI zur August-Lieferung sank um 45 Cent auf 105,55 Dollar.

Am Nachmittag richtet sich die ganze Aufmerksamkeit der internationalen Finanzmärkte auf den Vorsitzenden der amerikanischen Notenbank. Bernanke wird seine halbjährliche Anhörung vor dem Repräsentantenhaus absolvieren. Der Redetext wird bereits vor der Anhörung um 14.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit veröffentlicht. Experten rechnen aber erst im Zuge der Befragung durch die Parlamentarier nach 16 Uhr mit marktbewegenden Aussagen des Notenbankchefs.

Rückführung der US-Anleihekäufe noch in diesem Jahr?
Beobachter erwarten, dass Bernanke einerseits eine Rückführung der milliardenschweren Anleihekäufe noch in diesem Jahr signalisieren wird. Zugleich dürfte er abermals eine anhaltend lockere Geldpolitik mit Niedrigzinsen in Aussicht stellen. Mit den Bernanke-Aussagen dürften die zeitgleich erwarteten Daten zu den US-Ölreserven und die Veröffentlichung von Daten vom amerikanischen Immobilienmarkt etwas in den Hintergrund treten.

Opec-Öl leicht teurer
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) legte hingegen zuletzt leicht zu. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel (159 Liter) am Dienstag im Durchschnitt 105,39 US-Dollar. Das waren acht Cent mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells. (awp/mc/upd/ps)

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