Ölpreise geben etwas nach – Nachfragesorgen belasten

Oil
(Photo by Cameron Venti on Unsplash)

New York / London – Die Ölpreise sind am Montag leicht gesunken und haben damit einen Teil ihrer Gewinne der vergangenen Handelstage eingebüsst. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 73,91 US-Dollar. Das waren 20 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 48 Cent auf 71,60 Dollar. Zuvor waren die Ölpreise stärker unter Druck geraten, so dass die Notierungen zeitweise um jeweils mehr als einen Dollar abgerutscht waren.

Der Rückgang der Ölpreise zum Wochenauftakt folgte einem starken Anstieg der Notierungen in der zweiten Hälfte der vergangenen Woche. Marktbeobachter verwiesen auf wachsende Sorgen vor neuen Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, nachdem die ansteckendere Delta-Variante des Virus für steigende Infektionszahlen sorgt. Vor diesem Hintergrund wird am Markt ein Rückgang der Nachfrage nach Treibstoffen befürchtet, was die Ölpreise belastet.

Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank verwies ausserdem auf mehrere Beratungsunternehmen, die nur mit einem leichten Anstieg der chinesischen Ölimporte rechnen. Demnach dürften die Einfuhren in diesem Jahr bestenfalls um 2 Prozent steigen und damit so wenig wie seit 20 Jahren nicht. «Gründe hierfür sind das Vorgehen der Behörden gegen Betrugsfälle bei den Importquoten sowie die hohen Ölpreise», sagte Fritsch. (awp/mc/pg)

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