Ölpreise geben nach

Oil
(Photo by Cameron Venti on Unsplash)

New York / London – Die Ölpreise sind am Montag belastet durch eine trübe Finanzmarktstimmung gefallen. Am Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 74,61 US-Dollar. Das waren 73 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 96 Cent auf 71,01 Dollar. Allerdings lagen die Ölpreise über ihren Tagestiefständen.

Belastet wurden die Ölpreise durch die sehr trübe Stimmung an den Aktienmärkten. Ein Grund für die Sorgen an den Börsen sind die finanziellen Probleme des grossen Immobilienentwicklers Evergrande aus China. Eine Belastung der Finanzmärkte und der Wirtschaft könnte auch die Nachfrage nach Rohöl dämpfen.

«Zudem kehrt die durch den Hurrikan geschlossene US-Ölproduktion im Golf von Mexiko nach und nach wieder an den Markt zurück», erklärten die Rohstoffexperten der Commerzbank die Verluste. Auch die Ölexporte und -importe von der Golfküste würden sich wieder normalisieren.

Belastung kommt am Ölmarkt seit einigen Tagen auch vom Dollar. Weil der Dollar aufwertet, wird Erdöl für viele Nachfrager teurer. Grund ist, dass Rohöl wie auch viele andere Rohstoffe in der US-Währung gehandelt werden. Währungseffekte können daher eine grosse Rolle in der Preisbildung spielen.

An den Finanzmärkten richten sich in dieser Woche die Blicke auf die amerikanische Geldpolitik. Am Mittwoch wird die US-Notenbank Federal Reserve die Ergebnisse ihrer Zinssitzung mitteilen. Mit Spannung wird erwartet, ob die Fed konkretere Signale für die um die Jahreswende herum erwartete geldpolitische Wende sendet. Die Ausrichtung der Fed gilt für viele andere Notenbanken und die Finanzmärkte als richtungsweisend. (awp/mc/pg)

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