Ölpreise wieder auf Talfahrt

Öl
(Bild: © Witold Krasowski - Fotolia.com)

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New York – Die Ölpreise haben in der letzten Handelswoche des Jahres zu einer neuen Talfahrt angesetzt. Die Aussicht auf höhere Exportmengen durch das wichtige Förderland Iran habe die Preise spürbar belastet, hiess es aus dem Handel. Am Montag fiel der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar am späten Nachmittag auf 36,68 US-Dollar. Das waren 1,21 Dollar weniger als am vergangenen Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 1,33 Dollar auf 36,77 Dollar.

Auslöser für die neue Talfahrt der Ölpreise sind Nachrichten aus dem Iran. Der Mitgliedsstaat der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hatte erneut deutlich gemacht, dass die Rohölexporte nach der Aufhebung der Sanktionen gegen das Land rasch gesteigert werden. So sollen die täglichen Exporte laut Ölminister Bijan Namdar Zangeneh innerhalb einer Woche nach der Aufhebung der Sanktionen um 500 000 Barrel erhöht werden.

Die Ölpreise nähern sich mit den aktuellen Verlusten wieder den mehrjährigen Tiefstständen, die kurz vor den Weihnachtsfeiertagen erreicht worden waren. Sollte der Iran tatsächlich soviel Öl zusätzlich in einen bereits überversorgten Markt pumpen, dann bestünde wenig Hoffnung auf eine Erholung der Ölpreise im ersten Halbjahr 2016, sagte ein Händler. Die Export-Pläne des Iran könnten die Ölpreise sogar noch tiefer fallen lassen.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist gestiegen. Das Opec-Sekretariat meldete am Montag, dass der Korbpreis am Mittwoch 32,14 US-Dollar pro Barrel betragen habe. Das waren 89 Cent mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells. (awp/mc/pg)

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