Ölpreise setzen leichte Erholung weiter fort

Öl-Tanker

New York / London – Die Ölpreise haben ihren moderaten Erholungskurs der vergangenen Handelstage am Donnerstag weiter fortgesetzt. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im August stieg auf 102,03 US-Dollar. Das waren 37 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte um 16 Cent auf 95,66 Dollar.

Die neuesten Daten zu den Ölreserven in den USA konnten die Ölpreise nur für kurze Zeit unter Verkaufsdruck setzen. Am Vortag hatten die Zahlen der US-Regierung zu den Lagerbeständen an Rohöl abermals den derzeit grossen Angebotsüberhang widergespiegelt. An den Ölmärkten konzentrierten sich die Anleger weiter auf die Entwicklung in China. In der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt zeigte sich den fünften Tag in Folge eine Entspannung am Interbankenmarkt. Dies habe habe die Ölpreise gestützt, sagten Händler.

Konjunkturdaten aus China stützen
Zur leichten Kauflaune am Ölmarkt hätten auch Konjunkturdaten aus China beigetragen, heisst es weiter. Die Gewinne chinesischer Industrieunternehmen waren im Mai um 15,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. China ist nach den USA der zweitgrösste Ölverbraucher der Welt. Im Nachmittagshandel dürften allerdings US-Wirtschaftsdaten stärker in den Mittelpunkt des Interesses am Ölmarkt rücken. Auf dem Programm stehen Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung und zu den Ein- und Ausgaben der privaten Haushalte.

Opec-Öl günstiger
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) fiel hingegen zuletzt zurück. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel (159 Liter) am Mittwoch im Durchschnitt 99,39 US-Dollar. Das waren 40 Cent weniger als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells. (awp/mc/ps)

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