Ölpreise fallen – Dollar-Aufwertung dämpft Nachfrage

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(Bild: Edelweiss - Fotolia.com)

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New York / London – Die Ölpreise sind am Donnerstag gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete gegen Abend 105,76 US-Dollar. Das waren neun Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Ölsorte WTI sank um 1,17 Dollar auf 99,20 Dollar.

Die deutlichen WTI-Verluste begründeten Analysten vor allem mit dem stärkeren Dollar. Da der globale Ölhandel grösstenteils in der US-Währung abgewickelt wird, verteuern Kursanstiege den Rohstoff ausserhalb des Dollarraums und dämpfen so die Nachfrage. Grund für die jüngste Aufwertung der US-Devise ist die von der US-Notenbank geschürte Spekulation auf früher als erwartet steigende Leitzinsen.

Als weitere Belastung am Ölmarkt nannten Experten die nachlassende Furcht der Investoren vor der Krim-Krise. Vor allem der Brent-Preis wurde zuletzt immer wieder durch den Konflikt zwischen Russland und dem Westen stabilisiert, da Anleger auf Angebotsengpässe spekulierten. Westeuropa ist auf russisches Öl angewiesen.

Auch Opec-Öl günstiger
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) fiel zuletzt ebenfalls zurück. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel (159 Liter) am Mittwoch im Durchschnitt 103,16 US-Dollar. Das waren 13 Cent weniger als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells. (awp/mc/upd/ps)

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