Ölpreise drehen nach schwachen US-Konjunkturdaten ins Minus

Ölfässer

New York / London / Wien – Die Ölpreise haben nach schwachen US-Konjunkturdaten ins Minus gedreht. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar fiel auf 36,96 US-Dollar. Das waren 31 Cent weniger als Ende des vergangenen Jahres. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI sank um 46 Cent auf 36,60 Dollar.

Der am Nachmittag veröffentlichte US-Einkaufsmanagerindex für die Industrie ist im Dezember auf den niedrigsten Stand seit Juni 2009 gefallen. Der viel beachtete Frühindikator sank von 48,6 Punkten im Vormonat auf 48,2 Punkte. Volkswirte hatten hingegen mit einer leichten Aufhellung gerechnet. Zudem sind auch die Bauinvestitionen im November überraschend gefallen. Eine schwache Entwicklung der US-Industrie dämpft auch die Nachfrage nach Rohöl.

Spannungen in Nahost stützen Preise vorerst
Zunächst hatten die Spannungen zwischen dem Iran und Saudi-Arabien die Ölpreise gestützt, hiess es. Saudi-Arabien hat am Sonntagabend nach einem Angriff auf die saudische Botschaft in Teheran angekündigt, die diplomatischen Beziehungen zu dem Erzrivalen Iran abzubrechen. Hintergrund des Angriffs auf die Botschaft waren Proteste gegen die Hinrichtung eines schiitischen Geistlichen und 46 weiterer Männer in Saudi-Arabien. Beide Länder sind wichtige Ölförderstaaten.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist gefallen. Das Opec-Sekretariat meldete am Montag, dass der Korbpreis am Donnerstag 31,26 Dollar pro Barrel betragen habe. Das waren 28 Cent weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells. (awp/mc/upd/ps)

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