Ölpreise wenig verändert

Ölpreise wenig verändert
(Bild: © Touchsmile / AdobeStock)

New York – Die Ölpreise haben sich am Montag wenig bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am späten Nachmittag 37,98 US-Dollar. Das sind 4 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel hingegen um 3 Cent auf 35,76 Dollar.

Die Ölpreise waren in den vergangenen Tagen gefallen. Vor allem die wirtschaftlichen Belastungen durch die Corona-Krise drücken auf die Kurse. Die generelle Abwärtsbewegung hatte bereits Mitte Oktober eingesetzt, damals lag der Preis für US-Öl noch bei 40 Dollar.

Jetzt warten die Anleger auf den Ausgang der Präsidentschaftswahlen in den USA. Zwar liegt Herausforderer Joe Biden in vielen Umfragen vorne. Amtsinhaber Donald Trump werden aber durchaus Chancen eingeräumt. Ein unklarer Wahlausgang wird nicht ausgeschlossen, da das Ergebnis der Briefwahl in einigen Bundesstaaten erst nach Tagen feststehen könnte.

Der staatliche libysche Ölkonzern kündigte derweil an, bis zum Jahreswechsel 1,3 Millionen Fass am Tag fördern zu wollen. Zuletzt lag der die Tagesproduktion laut Marktbeobachtern bei 800 000 Fass, wobei es im September nur 100 000 gewesen seien. Die schnelle Steigerung des Angebots hatte den von der Nachfrageschwäche belasteten Kurs zuletzt weiter geschwächt.

Aus Sicht der Rohstoffexperten des Handelshauses Oanda erschwert die hohe Unsicherheit eine Entscheidung des Ölkartells Opec über die künftige Förderung. Mit raschen Beschlüssen sei trotz des jüngsten Preisrutsches eher nicht zu rechnen. Lediglich ein Abfallen des Preises für Brent-Öl unter die Marke von 35 Dollar würde die Opec demnach zum Handeln zwingen. Regulär treffen sich die Minister des Kartells Ende November.

Experten der Commerzbank bezweifeln, ob die dort anstehende Entscheidung über eine Verschiebung der von der Opec geplanten Ausweitung der Förderung ausreichen wird. „Eine entschiedene koordinierte Ankündigung und Aktion seitens der Opec+ wäre eigentlich vonnöten, um einen weiteren Preisverfall zu verhindern“, hiess es von Eugen Weinberg. (awp/mc/pg)

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