Ölpreise beschleunigen Talfahrt – Brent auf 11-Jahres-Tief

Rohöl
(Foto: Pixabay)

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New York – Die Ölpreise haben am Mittwoch ihre Talfahrt der vergangenen Handelstage fortgesetzt und kräftig nachgegeben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar fiel am Nachmittag auf 34,26 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit über elf Jahren. Zuletzt lag der Preis bei 34,40 Dollar. Das waren 2,00 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fiel um 1,60 Dollar auf 34,37 Dollar.

«Ein festerer US-Dollar, Nachfragesorgen und das reichliche Angebot lasten stark auf den Preisen», kommentierte Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank. Zudem würden Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran von der Mehrheit der Marktteilnehmer negativ für den Ölpreis interpretiert, weil sie eine gemeinsame Linie der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) zum Abbau des Überangebots unwahrscheinlicher machten.

Erneute schlechte Signale aus China erhöhten am Mittwoch zusätzlich den Druck auf die Ölpreise. Die Stimmung in den chinesischen Dienstleistungsunternehmen blieb im Dezember nach einer Umfrage des Wirtschaftsmagazins Caixin unerwartet schwach und verstärkte an den Finanzmärkten die Sorgen vor der weiteren Entwicklung der Konjunktur in der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt.

Die Marktstimmung sei «extrem negativ» und weise auf «spekulative Übertreibungen hin», so Weinberg. «Wo und wann diese enden werden, lässt sich momentan nicht absehen.» Selbst ein überraschender Rückgang der Ölreserven in den USA konnte die Ölpreise am Nachmittag nicht stützen. In der vergangenen Woche waren die Lagerbestände an Rohöl um 5,1 Millionen auf 482,3 Millionen Barrel gefallen, während Experten einen Anstieg um 0,7 Millionen Barrel erwartet hatten. (awp/mc/pg)

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