Ölpreise wieder auf Talfahrt

Öl
(Bild: © Witold Krasowski - Fotolia.com)

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New York / London – Die Ölpreise sind am Montag deutlich unter Druck geraten und haben die Gewinne vom vergangenen Freitag wieder abgeben. Händler begründeten die Verluste unter anderem mit der jüngsten Entwicklung im wichtigen Ölförderland Irak, wo die radikal-islamistische Terrormiliz IS etwas zurückgedrängt worden war. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 101,32 US-Dollar und damit 2,21 Dollar weniger als am Freitag. Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im September verbilligte sich um 1,43 Dollar auf 95,96 Dollar.

Am Wochenende hatten kurdische Soldaten im Nordirak mit US-Luftunterstützung den strategisch wichtigen Mossul-Staudamm von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zurückerobert. Nach Einschätzung des Rohstoffexperten Ric Spooner vom Handelshaus CMC Markets gehen die Anleger am Ölmarkt davon aus, dass sich die irakische Regierung in Bagdad gegen die Terrormiliz behaupten kann und dass es nicht zu einem Vorrücken der IS-Kämpfer in den ölreichen Süden des Iraks kommen wird. Zudem habe sich die Krise in der Ukraine über das Wochenende zumindest nicht verschärft, sagten Händler.

Auch Opec-Öl günstiger
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) fiel zuletzt ebenfalls deutlich zurück und rutschte unter die Marke von 100 Dollar. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel am Freitag im Durchschnitt 99,94 US-Dollar. Das waren 1,08 Dollar weniger als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells. (awp/mc/ps)

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