Ölpreise geben etwas nach – Pipeline-Anschlag stützt nur vorübergehend

Ölpreise geben etwas nach – Pipeline-Anschlag stützt nur vorübergehend
Tanks des Pipeline-Betreibers Colonial Pipeline in Woodbine, Maryland.

New York / London – Die Ölpreise haben am Montag etwas nachgegeben. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 68,08 US-Dollar. Das waren 20 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 27 Cent auf 64,63 Dollar.

Der Markt hat am Montag keine klare Richtung gefunden. Der Cyberangriff auf eine wichtige Pipeline für Benzin und andere Ölprodukte in den USA hat nur für vorübergehend Auftrieb gesorgt. Nach einem Cyberangriff vom vergangenen Freitag ist der Betrieb einer der grössten Benzin-Pipelines in den USA weiterhin vorübergehend eingestellt. Es sei Erpressungs-Software im Spiel gewesen, teilte der Betreiber Colonial Pipeline in der Nacht zum Sonntag mit. Bei solchen Attacken werden Daten auf Computern verschlüsselt, die Angreifer verlangen meist Lösegeld für die Freigabe. Das Unternehmen arbeitet daran, zum Normalbetrieb zurückzukehren.

Die Pipeline verbindet hauptsächlich an der Küste am Golf von Mexiko liegende Raffinerien mit dem Süden und Osten der USA. Experten befürchten bei einer längerfristigen Unterbrechung gravierende Folgen. Dies hätte weitreichende Auswirkungen auf den Ölmarkt nicht nur in den USA, auch in Europa, sagte Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank. Seiner Einschätzung nach dürfte die US-Ostküste die fehlenden Mengen Benzin auch in Europa nachfragen. (awp/mc/ps)

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