Ölpreise steigen wegen Nahost-Spannungen weiter
Tokio – Die Ölpreise sind am Montag im asiatischen Handel weiter gestiegen und bleiben damit anhaltend hoch. Angetrieben wurden sie zuletzt von der anhaltenden Unsicherheit im Nahen Osten, wo Gespräche zwischen Iran und den USA abgesagt worden waren. Die für den Ölhandel wichtige Meeresstrasse von Hormus bleibt damit nahezu lahmgelegt.
Der Preis für ein Fass der Nordseeöl-Sorte Brent zur Lieferung im Juni legte am Morgen um über 2 Prozent auf 107,60 Dollar zu. Auch der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im selben Monat stieg um fast 2 Prozent auf 96,25 Dollar.
Rund drei Wochen nach der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, die nach 40 Tagen Kämpfen ausgerufen wurde, ist die Strasse von Hormus vorerst weiter von einer doppelten Blockade durch die beiden Kriegsparteien betroffen. Der Verkehr in dieser strategisch wichtigen Passage, durch die normalerweise rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Rohöls transportiert werden, ist faktisch zum Erliegen gekommen.
Versuche, die Anfang April in der pakistanischen Hauptstadt begonnene Gespräche wieder aufzunehmen, sind bislang am harten Kurs sowohl Washingtons als auch Teherans gescheitert. Der Iran setzt derweil seine diplomatischen Bemühungen in Richtung Russland fort, um Unterstützung im Konflikt mit Washington zu gewinnen.
Die USA blieben zuletzt nach der Absage einer Mission von Gesandten von US-Präsident Donald Trump bislang untätig. Das US-Medium Axios berichtete allerdings über einen neuen Vorschlag Irans an die USA zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus. (awp/mc/pg)