Ölpreise legen trotz verschärfter Krisen nur moderat zu

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(Bild: Edelweiss - Fotolia.com)

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New York / London – Die Ölpreise sind am Montag trotz erhöhter Spannung in zahlreichen Krisenherden auf der Welt nur moderat gestiegen. Gegen Abend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 107,32 US-Dollar. Das waren sieben Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI zur August-Lieferung stieg um 64 Cent auf 103,77 Dollar.

«Die Ölpreise zeigen sich angesichts der Verschärfung des Ukraine-Konflikts und der Eskalation im Gazastreifen erstaunlich unbeeindruckt», kommentierten Rohstoffexperten der Commerzbank. Offensichtlich rechne die Mehrheit der Marktteilnehmer weiterhin nicht damit, dass es zu schärferen Sanktionen des Westens gegen Russland komme. Nach wie vor ist die Verantwortung für den Absturz eines grossen Passagierflugzeugs in der Ostukraine ungeklärt.

Die EU-Aussenminister wollen im Verlauf der Woche über zusätzliche Sanktionen gegen Russland beraten. Sie werfen dem Land vor, zu wenig Einfluss gegenüber den prorussischen Separatisten in der Ostukraine geltend zu machen und Waffenlieferungen nicht zu unterbinden. Kremlchef Wladimir Putin wies abermals eine Verantwortung Russlands für den Boeing-Absturz zurück und gab der Ukraine die Schuld.

Opec-Öl teurer
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) legte zuletzt zu. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel am Freitag im Durchschnitt 105,54 US-Dollar. Das waren 50 Cent mehr als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells. (awp/mc/upd/ps)

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