Ölpreise uneinheitlich – Brent fällt auf 14-Monatstief

Öl
(Bild: © Witold Krasowski - Fotolia.com)

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New York – Die Ölpreise haben sich am Mittwoch uneinheitlich gezeigt. Im Handelsverlauf drehte der Brent-Preis in die Gewinnzone und legte am späten Nachmittag um 40 Cent auf 103,42 Dollar zu. Am Morgen war der Preis für Nordsee-Öl noch auf 102,37 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Juni 2013 gesunken. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI fiel zuletzt um 32 Cent auf 97,05 Dollar.

Am Morgen hatte noch die schwächere Nachfrageprognose durch die Internationale Energieagentur (IEA) vom Vortag für Verkaufsdruck gesorgt. Erst im Verlauf des Vormittags konnten sich die Ölpreise stabilisieren. Nach Einschätzung der IEA haben die internationalen Krisenherde bisher keine Auswirkungen auf das Angebot an Rohöl gezeigt. Auch von den Sanktionen des Westens gegen Russland geht der IEA zufolge keine Beeinträchtigung für das Ölangebot aus. «Wir sind der Ansicht, dass die Energieagentur ein zu entspanntes Bild von der Lage am Ölmarkt zeichnet», kommentieren Rohstoffexperten der Commerzbank die Aussagen.

Anstieg der US-Ölreserven sorgt für zusätzlichen Druck
Am Nachmittag sorgte ein überraschender Anstieg der Ölreserven in den USA für neuen Verkaufsdruck beim US-Ölpreis. Nach Angaben der US-Regierung waren die Lagerbestände an Rohöl zuletzt um 1,4 Millionen Barrel auf 367,0 Millionen Barrel geklettert. Volkswirte hatten hingegen im Schnitt einen Rückgang um 2,05 Millionen Barrel erwartet. Ein Anstieg der Ölreserven kann ein Hinweis für eine geringere Nachfrage sein.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist zuletzt weiter gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 101,66 US-Dollar. Das waren 63 Cent weniger als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells. (awp/mc/pg)

WTI
Opec-Rohölpreis

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