Ölstaaten entscheiden sich gegen Massnahmen zur Preissenkung

Ölstaaten entscheiden sich gegen Massnahmen zur Preissenkung
(Foto: Fotolia/TTstudio)

Algier – Trotz der Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einer Senkung des Ölpreises haben sich die ölfördernden Staaten am Sonntag gegen entsprechende Massnahmen entschieden. Nach einem Treffen in der algerischen Hauptstadt Algier sprachen die Opec- und Nicht-Opec-Mitglieder in einer gemeinsamen Erklärung von einem „insgesamt gesunden Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage“. Eine Erhöhung der Produktion würde die Preise wegen des grösseren Angebots fallen lassen. Unter den teilnehmenden Ländern waren unter anderem die wichtigen Erdöl-Exporteure Saudi-Arabien und Russland.

Am Donnerstag hatte eine Twitter-Nachricht von US-Präsident Donald Trump am Markt für Aufregung gesorgt. Zum wiederholten Male hatte er das Erdölkartell Opec aufgefordert, die Rohölpreise zu senken. Die Auswirkungen auf die Preise am Ölmarkt hielten sich jedoch in Grenzen.

Trump vertritt seit längerem die Position, die Opec treibe mit ihrer Angebotspolitik die Erdölpreise nach oben. Fachleute sehen jedoch zumindest eine Mitschuld Trumps: Seine Aufkündigung des Atomabkommens mit Iran und das daran anknüpfende faktische Ölembargo gegenüber dem Opec-Land führen zu einer Verknappung des Ölangebots und treiben die Preise, lautet das Argument. (awp/mc/ps)

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