Ölpreise legen deutlich zu

Ölpreise legen deutlich zu

New York – Die Ölpreise haben am Dienstag deutlich zugelegt und damit ihre Kursverlusten vom Wochenbeginn mehr als ausgeglichen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im November kostete am frühen Abend 111,21 US-Dollar. Das waren 2,07 Dollar mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) zur Auslieferung im Oktober stieg um 1,65 Dollar auf 87,35 Dollar.

Händler begründeten die Erholung am Ölmarkt mit der guten Stimmung an den Aktienmärkten. Dort herrsche offenbar Zuversicht vor, dass die Troika um EZB, EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) eine Lösung mit der griechischen Regierung finde. Eine am Vorabend schnell beendete Telefonkonferenz soll am heutigen Dienstag fortgesetzt werden. In den Gesprächen geht es um die Spar- und Reformschritte Athens, von der die Auszahlung der nächsten Kredittranche aus dem ersten Hilfspaket abhängt.

Ölmärkte und Aktienmärkte im Gleichschritt
Bereits seit Wochen ist die Entwicklung an den Ölmärkten fest mit der Börsenstimmung verknüpft. Ausserdem verwiesen Marktbeobachter auf den spürbar schwächeren Dollar als Unterstützung am Ölmarkt. Eine schwächere US-Währung stützt für gewöhnlich die Öl-Nachfrage ausserhalb des Dollar-Raums.

Opec-Rohöl notiert tiefer
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist unterdessen gefallen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 108,68 US-Dollar. Das waren 2,01 Dollar weniger als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (awp/mc/pg)

WTI / NYMEX

Opec-Korbpreis

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