Ölpreise knüpfen an Höhenflug an

Öltanks

New York – Die Ölpreise haben am Mittwoch nach einem Rückgang der Benzin- und Heizölreserven in den USA an den Höhenflug der vergangenen Handelstage angeknüpft. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete 123,78 US-Dollar. Das waren 1,80 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,33 Dollar auf 106,03 Dollar. Am vergangenen Donnerstag erreichte der jüngste Höhenflug der Ölpreise den vorläufigen Höhepunkt, als der Preis für Brent-Öl zeitweise auf über 128 Dollar sprang.

Die Veröffentlichung der neuesten Daten zu den Lagerbeständen an Rohöl und Ölprodukten brachte neuen Schwung in den Handel an den Ölmärkten. Zwar sind die Ölreserven in den USA gestiegen. Dagegen seien die Bestände an Benzin und Heizöl in der grössten Volkswirtschaft der Welt jedoch gefallen und dies habe den kräftigen Anstieg der Ölpreise ausgelöst, hiess es von Händlern.

Atomstreit stützt Ölpreise
Ausserdem stützt der Atomstreit zwischen dem Ölförderland Iran und den westlichen Industriestaaten nach wie vor die Ölpreise. «Die von der Iran-Krise ausgehenden Angebotsrisiken wirken weiterhin preisunterstützend», hiess es in einer Einschätzung der Commerzbank. Allerdings werden die Ölmärkten trotz der Iran-Krise ausreichend mit Rohöl versorgt. «Angebotsknappheiten lassen sich nach wie vor nicht feststellen», schreiben die Commerzbank-Experten.

Unterdessen fiel der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) weiter zurück. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel (159 Liter) am Dienstag im Durchschnitt 121,98 US-Dollar. Das waren 36 Cent weniger als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.   (awp/mc/pg)

WTI / NYMEX

Opec-Korbpreis

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