Ölpreise weiter auf Talfahrt

Öl-Tanker

New York – Starke Kursverluste an den europäischen Aktienmärkten und die Sorge vor einem Abflauen des Wirtschaftswachstums in den USA und China haben die Ölpreise am Montag kräftig unter Verkaufsdruck gesetzt. Im späten Nachmittagshandel rutschte der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Oktober-Lieferung um 1,56 Dollar auf 110,77 Dollar. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) sank um 2,10 Dollar auf 84,35 Dollar.

Ein unerwartet schwacher Arbeitsmarktbericht aus den USA hatte die Ölpreise bereits am vergangenen Freitag unter Verkaufsdruck gesetzt. Die US-Arbeitsmarktdaten «waren negativ genug, um an eine sehr schwache Wirtschaftserholung in den USA zu glauben», hiess es in einer Analyse der Commerzbank. Überhaupt gebe es derzeit keine Gründe, die für einen steigenden Ölpreis sprächen, sagte ein Rohstoffexperte der Credit Suisse. Er sprach von einem «Verfall der ökonomischen Indikatoren», der die Ölpreise aktuell unter Verkaufsdruck setze.

Rezessionsängste in USA

Insbesondere in den weltgrössten Volkswirtschaften USA und China deute sich eine spürbare Abkühlung der Konjunktur und damit ein deutlicher Rückgang der Nachfrage nach Rohöl an, hiess es von Händlern. In den Vereinigten Staaten grassieren sogar Sorgen vor einer zweiten Rezession innerhalb weniger Jahre.

Auch Opec-Öl günstiger
Unterdessen fiel auch der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) weiter zurück. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel (159 Liter) am Freitag im Durchschnitt 110,37 US-Dollar. Das waren 84 Cent weniger als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (awp/mc/ps)

Opec-Korbpreis

WTI / NYMEX

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