Ölpreise steigen weiter – Iran-Konflikt im Fokus

Öl-Tanker

New York – Die Ölpreise haben am Freitag ihren Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fortgesetzt. Gegen Mittag kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April 123,77 US-Dollar. Das waren 15 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) stieg um 56 Cent auf 108,39 Dollar.

Am Donnerstag hatten die Ölpreise abermals stark zugelegt. In Euro gerechnet hatte der Brent-Preis sogar ein Rekordhoch von rund 93,5 Euro erreicht. In der handelsüblichen Währung Dollar gerechnet liegen die Preise so hoch wie seit Mai 2011 nicht mehr. Allein seit Anfang Februar sind die Ölpreise um über zehn Prozent gestiegen.

Atomstreit: Weiter keine Lösung in Sicht
Einen wichtigen Grund für die hohen Ölpreise sehen Experten in dem Disput zwischen dem Westen und Iran über dessen Atomprogramm. Nachdem die Internationale Atomenergiebehörde IAEA zur Wochenmitte eine abermalige Inspektion im Iran ergebnislos abgebrochen hatte, zeichnet sich in dem Streit keine Lösung ab. Der Westen wirft dem Iran seit langem eine militärische Nutzung seines Atomprogramms vor. Der Iran ist der zweitgrösste Ölproduzent innerhalb der Opec.

Auch Opec-Öl teurer
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel am Donnerstag im Durchschnitt 121,70 US-Dollar und damit 82 Cent mehr als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (awp/mc/upd/ps)

Opec-Korbpreis

WTI / NYMEX

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