Opec: Ölpreise können wieder auf 200 Dollar steigen

Abdalla El-Badri

Opec-Generalsekretär Abdalla El-Badri.

London – Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hat am Montag für Irritationen am Ölmarkt gesorgt. Die Ölpreise könnten in Zukunft bis auf 200 US-Dollar je Barrel (etwa 159 Liter) steigen, wenn Investitionen in neue Produktion ausblieben, sagte der Generalsekretär des Ölkartells, Abdalla El-Badri, in London. Das Ölkartell befürchtet ausbleibende Investitionen in neue Produktionsanlagen wegen der niedrigen Ölpreise. Seit dem Sommer sind die Ölpreise etwa 60 Prozent eingebrochen.

El-Badri nannte keinen Zeitraum für diese Prognose und lieferte auch keine Hinweise auf eine Produktionskürzung durch die Organisation. Trotzdem reagierte der Markt: Die Ölpreise drehten ins Plus, nachdem sie am Morgen noch teils deutlich im Minus gelegen hatten. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 49,18 Dollar und damit 40 Cent mehr als in der vergangenen Woche.

Starkes Überangebot
Vor allem das starke Wachstum der US-Schieferölindustrie hat zu einem starken Überangebot auf dem Weltmarkt geführt, auf das die Opec bisher nicht mit Produktionskürzungen reagiert hat. El-Badri bezifferte das Überangebot auf 1,5 Millionen Barrel pro Tag. (awp/mc/ps)

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