Starke US-Daten beflügeln Asiens Börsen

Börse

Tokio – Das starke Wachstum der US-Wirtschaft hat am Mittwoch die Börsen in Fernost beflügelt. Anleger griffen beherzt zu, nachdem neuesten Daten zufolge die US-Wirtschaft von Juli bis September so stark gewachsen ist wie seit elf Jahren nicht mehr. «Der Appetit nach Risiko kommt schneller zurück als erwartet», sagte Junichi Ishkawa, Analyst bei IG Securities. Wegen der Weihnachtsfeiertage sei der Handel jedoch dünn.

Der MSCI-Index für die Märkte ausserhalb Japans legte um 0,2 Prozent zu. In Tokio stieg der Nikkei 1,2 Prozent auf 17’854 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Wochen. Ausreisser in Asien war der Aktienmarkt in Shanghai, der um 2 Prozent fiel. Händlern zufolge nahmen Anleger verstärkt Gewinne mit.

In Japan sorgte auch ein schwächerer Yen für Optimismus. Das hilft international aufgestellten Unternehmen. «Die starke amerikanische Wirtschaft treibt den Dollar nach oben und den Yen nach unten», sagte Hiroyuki Nakai vom Tokai Tokyo Research Center.

Von der Schwäche des Yens profitierten vor allem Exportwerte. So stiegen die Aktien von Honda um 2 Prozent, von Toyota um 1,6 Prozent und von Panasonic um 1,5 Prozent.

Der Euro zeigte sich bei einem Kurs von 1,2173 Dollar fast unverändert. Zuvor war die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,2165 Dollar noch auf den tiefsten Stand sei 28 Monaten gefallen.

Die starken US-Daten schürten am Devisenmarkt wieder einmal Spekulationen, dass die US-Notenbank Fed die Leitzinsen früher als erwartet anheben könnte. Damit würde der Dollar für Investitionen attraktiver werden. Zum Franken stand der Euro bei noch 1,2024 und damit wieder näher beim Mindestkurs der Schweizerischen Nationalbank (SNB) von 1,20 Franken. (awp/mc/pg)

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