Ölpreise legen stark zu – Unruhen in Libyen stützen

Ölfässer

New York – Die Unruhen im ölreichen Libyen haben die Ölpreise am Montag kräftig in die Höhe getrieben. Ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg zeitweise knapp über die Marke von 105 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit rund zweieinhalb Jahren. Am Abend kostete ein Fass Brent noch 104,90 Dollar und damit 2,38 Dollar mehr als am Freitag.

Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg noch stärker um 4,25 Dollar auf 90,45 Dollar. Händler begründeten die starken Preissteigerungen am Ölmarkt mit den politischen Unruhen in Libyen. Das nordafrikanische Land droht nach anhaltenden Massenprotesten gegen Staatschef Muammar al-Gaddafi im Chaos zu versinken. Bei Zusammenstössen zwischen Polizei und Regimegegnern sollen am Montag mehr als 60 Menschen getötet worden sein. Ein einflussreicher Stammesführer drohte damit, die Öllieferungen in den Westen binnen 24 Stunden einzustellen, sollte die Gewalt gegen die Aufständischen nicht aufhören. Das OPEC-Mitglied Libyen produziert täglich rund 1,6 Millionen Barrel Rohöl, wovon der Grossteil exportiert wird.

Opec-Öl günstiger
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) sank unterdessen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel am Freitag im Durchschnitt 99,08 Dollar. Das waren 69 Cent weniger als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.  (awp/mc/upd/ps)

Opec-Korbpreis

WTI / NYMEX

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