US-Schluss: Dow Jones gibt 0,1% auf 25’626 Punkte nach

Boerse

New York – Am US-Aktienmarkt ist es am Mittwoch leicht abwärts gegangen. Die Anleger hielten sich angesichts von Konjunktursorgen mit Engagements zurück. Der Dow Jones Industrial verlor nach zwei Gewinntagen in Folge 0,13 Prozent auf 25 625,59 Punkte. Seinen 1,7-prozentigen Verlust vom Freitag konnte er bislang nicht wieder wettmachen.

Der marktbreite S&P 500 sank um 0,46 Prozent auf 2805,37 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gab um 0,58 Prozent auf 7308,19 Zähler nach.

Auf der Stimmung lasten seit einigen Tagen wieder hochgekochte Konjunktursorgen. Vor allem am Anleihemarkt hatten sich Experten zufolge jüngst Sorgen wegen einer möglichen Rezession abgezeichnet. So war die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erstmals seit der schweren Finanzkrise 2008/09 unter die von dreimonatigen Anleihen gefallen. Ein solches Verhältnis gelte im historischen Kontext als starkes Indiz für eine Rezession, hiess es.

Auch Aussagen des EZB-Präsidenten Mario Draghi zu wachsenden Risiken für den Konjunkturausblick der Euroregion stimmten die Anleger vorsichtig. Zudem lautet im Handelsstreit zwischen den USA und China die Devise weiterhin «abwarten», denn am Donnerstag stehen weitere Gespräche in Peking an. Nicht besser steht es um das weiter ungelöste Brexit-Thema. Wie Medien aktuell berichteten, stellte die britische Premierministerin Theresa May ihren Rücktritt in Aussicht, sollte das Parlament ihren Brexit-Deal doch noch annehmen.

Unter den Einzelwerten blieben die Aktien von Apple im Blick. Nach zwei Handelstagen mit Kursverlusten zählten sie nun zu den Spitzenwerten im Dow mit plus 0,9 Prozent. Am Vortag hatte der iPhone-Hersteller darunter gelitten, dass bei Patentstreitigkeiten mit dem Chiphersteller Qualcomm ein Rückschlag droht. Analyst Samik Chatterjee von der US-Bank JPMorgan äusserte sich nun aber zurückhaltend zu den Papieren von Qualcomm. Er riet Anlegern wegen diverser Risiken, unter anderem rechtlicher Natur, an der Seitenlinie zu bleiben. Die Anteile von Qualcomm rutschten um 1,9 Prozent ab und gaben damit ihre Vortagesgewinne wieder fast vollständig ab.

An die Dow-Spitze rückten die Aktien von Boeing mit plus 1,0 Prozent. Der Flugzeugbauer stellte das dringend erwartete Update seiner nach zwei Flugzeugabstürzen in die Kritik geratenen Steuerungs-Software MCAS vor. Neben de Software-Aktualisierung, die noch von den Aufsichtsbehörden genehmigt werden muss, will Boeing die Sicherheit der Unglücksflieger der 737-Max-Serie mit weiteren Alarmfunktionen im Cockpit und zusätzlichem Training für Piloten erhöhen.

In den Blick rückten zudem Aktien aus der Halbleiterbranche, denn in Deutschland hatte Infineon die Anleger wegen der Flaute in der Autoindustrie mit einer gekappten Gewinnprognose verschreckt. Das schlug nicht nur europaweit auf die Stimmung für Chipwerte. Die an der Nasdaq notierten Papiere des niederländischen Infineon-Konkurrenten NXP büssten ebenso wie Texas Instruments 2,2 Prozent ein. Analog Devices gaben um 2,0 Prozent nach und IDT sackten um 3,7 Prozent ab.

Am US-Rentenmarkt stiegen richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen um 13/32 Punkte auf 102 5/32 Punkte und rentierten mit 2,38 Prozent. Der Euro wurde zur Schlussglocke an der Wall Street mit 1,1251 US-Dollar gehandelt. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1261 (Dienstag: 1,1291) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8880 (0,8857) Euro gekostet. (awp/mc/pg)

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