US-Schluss: Dow Jones legt 0,3% auf 18’042 Punkte zu

US-Schluss: Dow Jones legt 0,3% auf 18’042 Punkte zu

New York – Die Aussagen der US-Notenbank zur weiteren Zinspolitik haben dem Wall-Street-Index Dow Jones Industrial am Mittwoch wieder zum Sprung über die Hürde von 18 000 Punkten verholfen. Auch der marktbreite S&P-500-Index fand im Handelsverlauf in die Gewinnzone. Die technologielastige Nasdaq-Börse hingegen schwächelte. Enttäuschende Quartalszahlen des iPhone-Herstellers Apple forderten Tribut.

Die Fed beliess den Leitzins wie erwartet unverändert. Zugleich signalisierte sie, dass die wirtschaftliche Entwicklung allenfalls eine „graduelle Anhebung“ zulasse, was die Anleger zu beruhigen schien.

Der Dow beendete den Handel nach anfänglichen moderaten Verlusten mit plus 0,28 Prozent auf 18’041,55 Punkte. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es um 0,16 Prozent auf 2095,15 Punkte aufwärts. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 büsste hingegen 0,82 Prozent auf 4416,64 Zähler ein.

Unter den Einzelwerten verdarben vor allem Apple und Twitter den Anlegern die Laune. So war beim erfolgsverwöhnten IT-Konzern im abgelaufenen Quartal erstmals im Jahresvergleich der iPhone-Absatz rückläufig gewesen und zudem der Konzernumsatz zum ersten Mal seit 2003 gesunken. Noch deutlicher bergab war es mit dem Gewinn gegangen. Analysten hatten zwar mit einer schwächeren Entwicklung gerechnet, das Ausmass aber unterschätzt. Da auch noch die Prognose für das laufende Quartal hinter den Erwartungen zurückblieb, büssten die Anteilsscheine als Schlusslicht im Dow und im Nasdaq-Auswahlindex 6,26 Prozent ein.

Um etwas mehr als 16 Prozent brachen an der New Yorker Börse zudem die Twitter-Titel ein. Der Nutzerschwund war im vergangenen Quartal zwar gestoppt worden, doch das überzeugte die Anleger ebenso wenig wie der um über ein Drittel gestiegene Umsatz oder der geschrumpfte Verlust, da die Ziele für das laufende Quartal enttäuschten.

Beim Flugzeughersteller Boeing hatten Absatzprobleme beim Jumbo-Jet und das neue Tankflugzeug für die USA den Jahresauftakt getrübt. Die verhaltenen Jahresziele, mit denen der Airbus-Konkurrent die Anleger im Januar geschockt hatte, wurden aber bekräftigt. Analysten wie etwa die Citigroup äusserten sich ausserdem positiv zum Barmittelfluss. Die Aktien schafften es letztlich mit plus 2,88 Prozent an die Dow-Spitze.

Die Papiere von United Technologies legten um 1,04 Prozent zu. Der Mischkonzern erfreute seine Aktionäre trotz eines Gewinnrückgangs und stagnierender Umsätze, da Analysten mit einem schwächeren Zahlenwerk gerechnet hatten.

Um 1,65 Prozent ging es im S&P 100 für die Titel von AT&T aufwärts, nachdem der Telekomkonzern im ersten Quartal mehr umgesetzt und verdient hatte als von Analysten prognostiziert. Der Rüstungstechnik-Hersteller Northrop Grumman hob im Anschluss an ein überraschend starkes erstes Quartal seine Jahresziele an, was den Aktien ein Plus von 1,68 Prozent bescherte.

Die Online-Handelsplattform Ebay überraschte ebenfalls positiv mit ihrer Quartalsbilanz, woraufhin die Papiere an der Nasdaq um 3,18 Prozent hochsprangen. Vor allem das deutliche Umsatzplus erfreute.

Der Eurokurs reagierte nur kurz auf die Fed-Zinsentscheidung und pendelte sich dann rasch wieder etwas oberhalb von 1,13 US-Dollar ein. Zum Börsenschluss an der Wall Street wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1313 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs im Tagesverlauf zuvor auf 1,1303 (Dienstag: 1,1287) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8847 (0,8860) Euro. Am US-Rentenmarkt stiegen zehnjährige Staatsanleihen um 18/32 Punkte auf 97 27/32 Punkte und rentierten mit 1,86 Prozent. (awp/mc/pg)

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