US-Schluss: Dow gewinnt 0,42% auf 18’112,61 Punkte

US-Schluss: Dow gewinnt 0,42% auf 18’112,61 Punkte

New York – Die Berichtssaison der Unternehmen und gestiegene Ölpreise haben am Mittwoch bei den Anlegern am US-Aktienmarkt für gute Stimmung gesorgt. Börsianer verwiesen auf besser als befürchtet ausgefallene Geschäftszahlen des Chipkonzerns Intel. Zudem hätten durchwachsene Konjunkturdaten Hoffnungen bestärkt, dass sich die US-Notenbank Fed mit einer Zinserhöhung noch Zeit lassen könnte.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,42 Prozent höher bei 18’112,61 Punkten. Damit näherte er sich weiter seinem Anfang März erreichten Rekordhoch bei 18 288 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 gewann 0,51 Prozent auf 2106,63 Zähler und an der Technologiebörse Nasdaq rückte der Nasdaq 100 um 0,61 Prozent auf 4424,53 Punkte vor.

Zwar hatte sich die Stimmung am US-Immobilienmarkt überraschend stark aufgehellt. Die Produktion der Industrie in den USA war aber stärker gefallen als erwartet und die Stimmung in der Industrie des Bundesstaats New York hatte sich unerwartet eingetrübt. Bereits in den vergangenen Wochen hatten Anleger teils positiv auf schwache Daten aus der US-Wirtschaft reagiert. Sie hoffen auf eine spätere Zinswende – gilt doch das billige Notenbankgeld als ein wichtiger Treiber der Aktienmarktrally der vergangenen Jahre.

Intel-Aktien verteuerten sich als Favorit im Dow Jones Industrial um mehr als 4 Prozent. Analysten lobten das Geschäft mit Prozessoren für Rechenzentren. Die Papiere der Ölkonzerne Chevron Corp. und ExxonMobil gewannen im Sog wieder steigender Ölpreise 1,44 Prozent beziehungsweise 1,67 Prozent.

Für die Anteilsscheine von Delta Air Lines ging es nach unerwartet guten Quartalszahlen um 2,60 Prozent nach oben. Die Papiere der Investmentbank Goldman Sachs eroberten erstmals seit gut sieben Jahren die Marke von 200 US-Dollar zurück. Sie schlossen mit einem Plus von 1,71 Prozent bei 201,10 Dollar.

Die Aktien von Google stiegen um moderate 0,40 Prozent, obwohl die EU-Kommission im Streit um die Marktmacht des Suchmaschinenbetreibers mit einer Milliardenstrafe droht. Die EU-Behörde wirft Google unfairen Wettbewerb vor. Zudem nimmt die EU-Kommission die Dominanz von Googles Betriebssystem Android unter die Lupe, das auf Smartphones und anderen mobilen Geräten läuft.

Keinen Grund zur Freude hatten die Aktionäre der Bank of America. Die erhoffte Erholung bei dem Finanzkonzern lässt auf sich warten. Die Erträge waren um sechs Prozent gesunken. Dabei machten die niedrigen Zinsen dem Konzern zu schaffen. Zudem profitierte die Bank kaum vom belebten Handel an den Kapitalmärkten. Der Kurs gab um 1,14 Prozent nach. (awp/mc/upd/ps)

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