US-Schluss: Dow verliert 0,47% auf 17’949,59 Punkte

US-Schluss: Dow verliert 0,47% auf 17’949,59 Punkte

New York – Die wichtigsten US-Indizes sind am Dienstag getrennte Wege gegangen. Gemischt ausgefallene Quartalsbilanzen drückten den Wall-Street-Index Dow Jones Industrial wieder unter die Marke von 18 000 Punkten, an der Nasdaq sorgten Übernahmefantasien im Pharmasektor hingegen für Gewinne.

Der Dow beendete den Handel mit einem Abschlag von 0,47 Prozent auf 17 949,59 Punkte. Der den breiten Markt widerspiegelnde S&P-500-Index verlor 0,15 Prozent auf 2097,29 Punkte, hatte sich zeitweise allerdings seinem jüngsten Rekordhoch von Ende Februar bis auf rund 10 Punkte angenähert. An der Nasdaq legte der Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,42 Prozent auf 4435,98 Punkte zu.

Im 30 Werte umfassenden Dow hatten fünf Unternehmen ihre Bilanzen vorgelegt, doch unter ihnen legten nur die Aktien von United Technologies zu. Mit einem Plus von 0,38 Prozent zählten sie zu den besten Werten. Trotz des starken US-Dollars hatten sich die Geschäfte des Industriekonzerns im ersten Quartal besser als erwartet entwickelt. Der Umsatz war zwar währungsbedingt um ein Prozent geschrumpft, dennoch blieb unter dem Strich mehr Gewinn übrig.

Der Computerkonzern IBM hatte am Vorabend gemischte Quartalszahlen veröffentlicht. Mitten in seinem gross angelegten Umbau war der Umsatz im Jahresvergleich um rund 12 Prozent zurückgegangen. Ergebnisseitig hingegen überraschte IBM positiv. Die von vielen Analysten als recht teuer eingeschätzte Aktie sank um 1,14 Prozent.

Dupont und Travelers zählten nach ihrem Geschäftsbericht zu den schwächsten Werten im Dow. Der starke Dollar hatte beim Chemiekonzern Dupont deutliche Spuren in der Bilanz hinterlassen und drückte den Aktienkurs um 2,95 Prozent. Beim Versicherer Travelers hatten das Zinstief sowie ein leichter Anstieg der Katastrophenschäden im ersten Quartal auf den Gewinnen gelastet. Das brockte dem Travelers-Papier einen Abschlag von 4,01 Prozent ein und den damit den letzten Platz im Dow.

Dem Telekomkonzern Verizon hatte der harte Wettbewerb im Mobilfunk zu schaffen gemacht. Während der Gewinn je Aktie dennoch die Erwartungen von Experten übertraf, enttäuschte die Umsatzentwicklung etwas. Zudem hatte Verizon nicht ganz so viele Kunden anlocken können wie erwartet. Der Aktienkurs sank um 0,43 Prozent.

Übernahmefantasien im Pharmasektor bewegten vor allem einige Aktien an der Nasdaq. Dort waren die Papiere von Mylan Spitzenwert mit plus 8,85 Prozent auf 74,07 US-Dollar. Der israelische Generikakonzern Teva , zu dem die Marke Ratiopharm gehört, will den Konkurrenten gegen dessen Willen übernehmen und bietet 82 Dollar je Mylan-Aktie in bar und eigenen Aktien. Die Teva-Papiere stiegen im Nasdaq Composite um 1,33 Prozent.

Mylan allerdings ist derzeit selbst mit einer Milliardenübernahme beschäftigt und hatte Anfang April ein Gebot für Perrigo für 29 Milliarden Dollar vorgelegt. Diese Offerte wird allerdings von dem irischen Pharma-Unternehmen ebenfalls nicht unterstützt, dessen Titel im Nasdaq Composite 2,53 Prozent einbüssten. Zudem legten im Schlepptau der drei Pharmawerte auch die Papiere von Vertex Pharmaceuticals um 5,30 Prozent zu und die von Gilead Sciences um 4,52 Prozent. (awp/mc/pg)

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