US-Schluss: Erholung im Techsektor – Dow geht die Luft aus

Boerse

New York – Konjunkturoptimismus und die einstweilige Entspannung am US-Anleihemarkt haben die US-Börsen am Dienstag beflügelt. Auch die Impffortschritte stützten das Geschehen an den Märkten. Entgegen der Entwicklung am Vortag ging es diesmal sowohl für die Standard- als auch für die Techwerte nach oben. Nach einem weiteren Rekord blieb allerdings für den Leitindex Dow Jones Industrial zum Handelsschluss mit plus 0,10 Prozent auf 31 832,74 Punkte kaum etwas übrig.

Der marktbreite S&P 500 gewann 1,42 Prozent auf 3875,44 Punkte. Der am Vortag stark abgerutschte technogielastige Nasdaq 100 erholte sich mit einem Zuwachs von 4,03 Prozent auf 12 794,49 Punkte merklich.

Die Tesla-Aktien stoppten ihre Talfahrt mit einem Kurssprung um fast ein Fünftel. Apple waren mit einem Plus von gut vier Prozent ebenfalls auf dem Erholungspfad.

Dem Techsektor hatten seit Mitte Februar die steigenden Renditen am Anleihemarkt besonders zugesetzt. Besonders die wachstumsträchtigen Techwerte leiden darunter, weil höhere Renditen die Finanzierung der Unternehmen verteuern und die Papiere dadurch an Attraktivität einbüssen. Bei Standardwerten, Zyklikern und Titeln der «Old Economy» sehen Anleger im Zuge der Corona-Lockerungen und der damit verbundenen Wirtschaftsbelebung hingegen Aufholpotenzial, weshalb sie zuletzt aus den Techwerten umgeschichtet hatten.

Die Aktien von Biontech gewannen fast sieben Prozent, jene des Kooperationspartners Pfizer aber nur 0,3 Prozent. Der von beiden Unternehmen gemeinsam entwickelte Covid-19 Impfstoff zeigte eine hohe Fähigkeit, mutierte Virus-Stämme zu neutralisieren, die zuerst in Brasilien, Grossbritannien und Südafrika entdeckt wurden.

Der Hersteller von Fleischersatz, Beyond Meat , baut seine Zusammenarbeit mit den Supermärkten des Handelskonzerns Walmart aus. Die Beyond-Meat-Papiere reagierten darauf mit plus 3,2 Prozent.

Boeing-Aktien stiegen nach der Veröffentlichung von Auftragszahlen um knapp drei Prozent. Dank der Wiederzulassung des Unglücksjets 737 Max und steigender Hoffnungen der Luftfahrtbranche auf ein nahendes Ende der Corona-Krise laufen die Geschäfts des Konzerns wieder deutlich besser. Erstmals seit über einem Jahr konnte der US-Flugzeugbauer im Februar eine positive Auftragsbilanz vorweisen.

Mit einem Plus von fast 27 Prozent auf den höchsten Stand seit Anfang Februar setzten die Aktien von Gamestop ihre jüngste Rally fort. Am Vortag waren die unlängst von Spekulanten getriebenen Titel des kriselnden Videospielhändlers schon um mehr als 41 Prozent nach oben geschnellt.

Der Euro erholte sich mit 1,19 US-Dollar etwas von seinen jüngsten Verlusten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1894 (Montag: 1,1866) Dollar festgesetzt, der Dollar damit 0,8408 (0,8427) Euro gekostet.

Am US-Anleihemarkt zogen die Kurse deutlich an, der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) stieg um 0,38 Prozent auf 132,37 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen fiel auf rund 1,54 Prozent. (awp/mc/pg)

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