US-Schluss: Dow fällt um 0,44% auf 17’698,18 Punkte

US-Schluss: Dow fällt um 0,44% auf 17’698,18 Punkte

New York – Enttäuschende Konjunkturdaten haben den US-Anlegern am Mittwoch den Quartalsstart verhagelt. Die wichtigsten Aktienindizes weiteten ihre Vortagesverluste etwas aus. Börsianer stellten vor allem auf aktuelle Jobdaten des Dienstleisters ADP ab, die auf die Stimmung gedrückt hätten. Demnach hatte die Zahl der neu geschaffenen Stellen im Privatsektor im März mit 189 000 deutlich unter den im Schnitt von Volkswirten erwarteten 225 000 neuen Jobs gelegen. Zudem hatte sich im März die Stimmung in der US-Industrie überraschend weiter eingetrübt und den tiefsten Stand seit fast zwei Jahren erreicht.

Der Dow fiel um 0,44 Prozent auf 17 698,18 Punkte. Tages zuvor hatte er das erste Quartal mit einem kleinen Verlust abgeschlossen. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es am Mittwoch um 0,40 Prozent auf 2059,69 Punkte nach unten. Der Nasdaq 100 lag mit 0,52 Prozent im Minus bei 4311,26 Punkten.

In der Gesamtschau bleibe der Eindruck, dass es zuletzt in der US-Wirtschaft nicht ganz rund gelaufen sei, schrieb Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank mit Blick auf die Konjunkturdaten. Ob die US-Notenbank nun in den Sommermonaten die Leitzinsen erhöhe, bleibe mehr als fraglich.

Grösster Verlierer im Dow waren die Papiere des Einzelhandelskonzerns Wal-Mart mit minus 1,87 Prozent auf 80,71 US-Dollar. Managementvertreter hatten in einer Präsentation angekündigt, dass in den nächsten 18 bis 24 Monaten erhebliche Investitionen unter anderem zur besseren Verwaltung der Lagerbestände anstünden.

Indes tun sich die grossen Autobauer General Motors (GM) und Ford auf ihrem Heimatmarkt schwer. Beide mussten im März Rückgänge bei den Verkaufszahlen verkraften. Ford-Aktien fielen um knapp anderthalb Prozent, Papiere von GM verloren rund zwei Prozent.

Deutlichere Einbussen mussten die Aktionäre der Fluggesellschaften American Airlines und Delta Air Lines hinnehmen. Die Papiere büssten 4,43 beziehungsweise 3,78 Prozent ein. Neben dem wieder stark gestiegenen Ölpreis litten sie auch unter einer skeptischen Studie der Deutschen Bank. Deren Analysten hatten sich besorgt über das internationale Geschäft der Unternehmen geäussert.

Gegen den Trend rückten die Anteile von Hewlett-Packard (HP) um knapp ein halbes Prozent vor. Das Analysehaus Jefferies hatte die ehemals im Dow notierten Aktien zum Kauf empfohlen. Zwar seien die Papiere angesichts der geplanten Aufspaltung des Unternehmens schwankungsanfällig, allerdings sollte sich der freie Barmittelzufluss in den Jahren 2016 und 2017 erholen. Die Aktien von Monsanto zogen um deutlichere 3,93 Prozent an. Der Agrarkonzern hatte seine Anteilseigner mit den Wachstumsplänen im Geschäft mit genmodifizierten Sojabohnen überzeugt.

Ferner legte der Internetdienst-Anbieter GoDaddy einen fulminanten Börsenstart hin. Insgesamt konnte das Unternehmen 23 Millionen Aktien losschlagen und 460 Millionen Dollar einnehmen. Die Papiere wurden über der festgelegten Spanne von 17 bis 19 US-Dollar für letztlich 20 Dollar das Stück ausgegeben. Der erste Kurs lag dann bei 26,15 Dollar, zum Handelsschluss kosteten die Anteile genauso viel. GoDaddy ist ein Unternehmen, das unter anderem Registrierungen von Internet-Domains vornimmt. (awp/mc/pg)

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