US-Schluss: Verluste – Euro-Optimismus trägt nur kurz

US-Schluss: Verluste – Euro-Optimismus trägt nur kurz

New York – Nach einem zunächst freundlichen Handelsauftakt haben die US-Börsen am Dienstag nachgegeben. Der Dow Jones Industrial verlor 0,51 Prozent auf 13.203,58 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500-Index sank um 0,35 Prozent auf 1.413,17 Punkte, nachdem er kurzzeitig auf den höchsten Stand seit Ende Mai 2008 gestiegen war. An der Technologiebörse Nasdaq gab der Composite Index um 0,29 Prozent auf 3.067,26 Punkte nach, und der Auswahlindex Nasdaq 100 büsste 0,44 Prozent auf 2.772,20 Punkte ein.

Vor allem schwache Technologie- und Telekomwerte belasteten den US-Aktienmarkt, der im frühen Handel noch vom gestiegenen Optimismus der Anleger hinsichtlich einer Lösung der Euro-Krise profitiert hatte. Positiv sei zunächst aufgenommen worden, dass die EZB scheinbar auch mit anderen Massnahmen als Käufen von Staatsanleihen in die Krise eingreifen könnte, sagten Börsianer. Im Handelsverlauf hätten sich nach der Rally der vergangenen Wochen dann aber offenbar Gewinnmitnahmen durchgesetzt. Zudem richtet sich das Augenmerk auch auf das am Mittwoch erwartete Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed. Hier werden die Anleger vor allem auf Hinweise zum weiteren geldpolitischen Vorgehen der Fed achten.

Apple verloren 1,34 Prozent, nachdem sie am Vortag ein Rekordhoch erreicht hatten. Marktteilnehmer verwiesen auf eine Abstufung von «Buy» auf «Hold» durch Oracle Investment Research. Die Analysten verwiesen auf die jüngste Kursrally, die hohe Erwartungen der Anleger widerspiegele. Gleichzeitig lasse allerdings das Umsatz- und Gewinnwachstum nach.

Für Facebook ging es um 4,26 Prozent nach unten. Mit dem in Deutschland geborenen Peter Thiel hatte sich zuvor ein Investor der ersten Stunde von einem Grossteil seiner Anteile an dem Sozialen Netzwerk für insgesamt rund 400 Millionen US-Dollar getrennt.

Freundlicher war das Bild bei Bankentiteln. Die Citigroup teilte mit, dass sie als erstes ausländisches Kreditinstitut in China Kreditkarten ohne einheimischen Kooperationspartner ausgeben werde. Die Aktien verteuerten sich um 2,50 Prozent. Auch andere Bankentitel legten zu: JPMorgan schafften es mit plus 1,79 Prozent sogar an die Spitze des Dow Jones. Bank of America rückten um 0,49 Prozent vor und Goldman Sachs schlossen immerhin noch knapp in der Gewinnzone.

Mit Blick auf die langsam endende Berichtssaison enttäuschte Best Buy die Investoren mit überraschend schwachen Zahlen zum zweiten Quartal. Der Gewinn des Unterhaltungselektronik-Einzelhändlers war im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 91 Prozent eingebrochen. Zudem setzte das Unternehmen die Gesamtjahresprognosen aus. Zuletzt dämmten die Papiere ihre anfänglich hohen Verluste zwar auf 1,38 Prozent ein, allerdings waren sie bereits am Montag rund zehneinhalb Prozent abgesackt.

Urban Outfitters hingegen sorgte mit einem unerwartet hohen Gewinn für eine positive Überraschung. Die Aktien der Bekleidungskette sprangen daraufhin um mehr als 18 Prozent nach oben. (awp/mc/upd/ps)

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