US-Schluss: Freundlich – Uneinheitliche Einflussfaktoren

US-Schluss: Freundlich – Uneinheitliche Einflussfaktoren

New York – Die US-Aktienmärkte sind nach unklaren Signalen seitens der Unternehmen und der Konjunktur am Donnerstag weitgehend auf der Stelle getreten und haben leicht im Plus geschlossen. Der klar fester gestartete Dow Jones Industrial fiel nach unerwartet schwachen US-Immobiliendaten im Verlauf ins Minus und erholte sich erst in den finalen Sitzungsminuten wieder. Am Ende wurde der Leitindex 0,20 Prozent fester bei 13.103,68 Punkten festgestellt. Der breiter aufgestellte S&P 500-Index stieg um 0,30 Prozent auf 1.412,97 Punkte. Der technologielastige Nasdaq Composite kletterte um 0,15 Prozent auf 2.986,12 Punkte und der Nasdaq 100 um 0,08 Prozent auf 2.657,66 Punkte.

Der Markt laufe täglich den Unternehmensnachrichten im Zickzack-Kurs hinterher, bilanzierte ein Vermögensverwalter in New York die vergangenen Handelstage. Er konstatierte am Donnerstag unerwartet gute Ergebniskennziffern, allerdings tendenziell enttäuschende Umsätze bei den am Donnerstag veröffentlichten Quartalszahlen. Von Konjunkturseite enttäuschte die Bekanntgabe der sogenannten schwebenden US-Hausverkäufe. Diese noch nicht vollständig abgeschlossenen Immobilientransaktionen waren im September um lediglich 0,3 Prozent gestiegen, während Volkswirte mit einem Zuwachs von 2,5 Prozent gerechnet hatten.

Unter den Einzelwerten im Dow führten Procter & Gamble die Gewinner mit einem Plus von knapp drei Prozent an. Der Konsumgüterkonzern hatte mit den Zahlen zum dritten Quartal die Erwartungen des Marktes übertroffen. Symantec-Titel stiegen an der Nasdaq gar um 6,74 Prozent. Der weltgrösste Hersteller von Sicherheitssoftware hatte mehr umgesetzt als erwartet. Die Papiere von UAL, der Muttergesellschaft der Fluglinie United Continental, fielen dagegen um fast fünf Prozent. Eine teure Tarifeinigung mit ihren Piloten hatte die weltgrösste Airline im Sommerquartal fast ihren Gewinn gekostet.

Ford-Aktien kletterten um 2,16 Prozent, nachdem der Autobauer wegen seines darbenden Europageschäfts Kostensenkungen von jährlich 500 Millionen US-Dollar und die Schliessung dreier Werke angekündigt hatte. Nach der Schlussglocke veröffentlichte der weltgrösste Online-Einzelhändler Amazon seine Quartalszahlen. Beim Umsatz wurde die durchschnittliche Analystenprognose knapp verfehlt. Auch der Umsatzzielkorridor für das laufende vierte Quartal liegt unter der bisherigen Konsensschätzung. Auch von Apple werden noch Quartalszahlen erwartet. Beim erfolgsverwöhnten iPhone-Hersteller rechnen Analysten mit einem Gewinn von etwa 8,3 Milliarden Dollar. (awp/mc/upd/ps)

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