US-Schluss: Moderate Verluste nach Fed-Protokoll

US-Schluss: Moderate Verluste nach Fed-Protokoll

New York – Die US-Börsen haben am Mittwoch nach einem weitgehend richtungslosen Verlauf nachgegeben. Die Abwärtsimpulse kamen nach der Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der Notenbank Fed in den Markt. Es hiess, dass eine Drosselung der milliardenschweren Anleihekäufe in den kommenden Monaten möglich sei. Der Dow Jones Industrial büsste daraufhin bis Handelsende 0,41 Prozent auf 15 900,82 Punkte ein. Der S&P-500-Index verlor 0,36 Prozent auf 1781,37 Punkte. Der Nasdaq-100-Index gab um 0,32 Prozent auf 3367,17 Punkte nach.

«Es sieht ganz danach aus, dass die Fed ihre Pläne wohl bald umsetzen wird», sagte ein Börsianer. Im Fokus standen zugleich auch zahlreiche Konjunkturdaten und Spekulationen rund um die Europäische Zentralbank (EZB). Eine erfreuliche Überraschung stellten dabei die wichtigen Einzelhandelsdaten dar, denn die Umsätze waren im Oktober im Monatsvergleich deutlicher gestiegen als erwartet. Die Chancen auf ein gutes Weihnachtsgeschäft steigen somit.

Spekulationen, dass die EZB über eine Senkung des Einlagensatzes in den negativen Bereich nachdenkt, falls eine weitere Lockerung der Geldpolitik notwendig werden sollte, hatten ausserdem am Nachmittag den Märkte dies- und jenseits des Atlantiks kurzzeitig zu Gewinnen verholfen.

Unter den Einzelwerten stachen an der Wall Street die Boeing-Aktien hervor, die nach kritischen Äusserungen des Analystenhauses Oppenheimer mit minus 3,31 Prozent Schlusslicht im Dow waren. Die Aktien von Johnson & Johnson legten um 0,31 Prozent zu. Ein jahrelanger Streit um mangelhafte Hüftimplantate wurden beigelegt. Der Konsumgüter- und Medizintechnikproduzent wird in einem gerichtlichen Vergleich nun rund 2,5 Milliarden Dollar Entschädigung zahlen.

Im Nasdaq 100 zählten die Anteilsscheine von Yahoo mit plus 2,86 Prozent zu den Spitzenwerten, nachdem der Internetkonzern einen weiteren Aktienrückkauf im Volumen von 5 Milliarden US-Dollar angekündigt hat.

Zahlen legten zudem der Landmaschinenhersteller John Deere und die Handelskette J.C. Penney vor. Die Papiere von John Deere kletterten in Reaktion auf den unerwartet guten Quartalsbericht um 2,06 Prozent. Bei J.C. Penney hatte sich der Umsatzschwund im dritten Quartal verlangsamt, was der Aktie ein Plus von sogar 8,38 Prozent und damit den Spitzenplatz im S&P 500 bescherte. (awp/mc/upd/ps)

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