US-Schluss: Verlustserie geht weiter

US-Schluss: Verlustserie geht weiter

New York – Die US-Börsen haben am Donnerstag nach einem relativ unaufgeregten Handel den sechsten Tag in Folge mit Verlusten geschlossen. Der Dow kehrte nach einem kurzen Ausflug in die Gewinnzone kurz vor Handelsende wieder zurück und beendete den Tag mit einem moderaten Abschlag von 0,25% auf 12’573,27 Zähler. Der marktbreite S&P 500-Index erholte sich bis zum Abend ebenfalls und schloss um 0,5% tiefer bei 1’334,76 Zählern. An der Technologiebörse Nasdaq verlor der Composite Index 0,75% auf 2’866,19 Punkte, und für den Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 1% auf 2’545,30 Punkte nach unten.

Ein Marktbeobachter machte vor allem technische Gründe für die leichte Erholung im Handelsverlauf verantwortlich. Der Markt sei auf seinem Weg nach unten gestoppt worden, da sich die Hoffnung auf stimulierende Massnahmen der Fed unter den Anlegern weiter halte. Die US-Notenbank hatte allerdings am Vorabend erst wieder erkennen lassen, dass sie derzeit keine speziellen Massnahmen wie etwa das erhoffte neue Anleihenkaufprogramm (QE3) zur Stimulierung der Wirtschaft beabsichtigt und damit die Märkte enttäuscht.

Den Tag bestimmt hatten ferner die anhaltende Sorge um die Konjunktur und um die Gewinne der US-Unternehmen. Hinzu kamen schlechte Nachrichten aus der Technologiebranche – aber auch einige gute bei Pharma- und Konsumgütertiteln. Allerdings fehlten dem Markt die entscheidenden positiven Impulse für eine deutliche Aufwärtsbewegung. Die relativ guten Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt verpufften eher wirkungslos: In der vergangenen Woche waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet gesunken.

Den Dow stützen vor allem deutliche Gewinne beim US- Pharmakonzern Merck & Co., der sich mit einem Aufschlag von 4,13% auf 42,91 USD an die Index-Spitze setzte. Der Ttitel profitierte von der Nachricht, dass eine Osteoporose-Therapie des Konzerns sich in einer klinischen Medikamentenstudie bewährt habe.

Auch Procter & Gamble notierten mit einem Plus von 3,75% auf 63,70 USD überdurchschnittlich fest. Zuvor hatte der US-Hedge-Fonds Pershing Square Capital Management grünes Licht von der US-Handelsaufsicht FTC für den Einstieg beim Konsumgüterkonzern bekommen.

Dagegen gerieten die Technologietitel unter die Räder. So waren die Aktien von Intel, Cisco Systems, Microsoft und Hewlett-Packard mit Kursabschlägen zwischen 2 und 2,5% die Schlusslichter im Index. Schlechte Nachrichten aus Indien zogen die Werte in Mitleidenschaft. Das in Mumbai und an der Nasdaq notierte Softwarunternehmen Infosys hatte eine Umsatzwarnung präsentiert. In New York brach der Kurs um mehr als 11% ein.

Papiere des Flugzeugbauers Boeing, der einen weiteren Milliardenauftrag durch die weltgrösste Fluggesellschaft Continental Airlines vermeldete, schwankten zwischen Gewinnen und Verlusten. Am Ende gingen die Titel mit einem leichten Kursplus aus dem Handel.

Deutlich nach unten ging es hingegen für Papiere der Hotel-Kette Marriott. Sie rutschten um 6,44% auf 35,58 USD ab, nachdem der Konzern am Vorabend nach Börsenschluss seinen Umsatzausblick gesenkt hatte. (awp/mc/pg)

 

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