US-Schluss: Gewinne nach Notenbank-Protokoll

US-Schluss: Gewinne nach Notenbank-Protokoll

New York -Der US-Aktienmarkt hat nach dem Rücksetzer am Vortag am Mittwoch wieder zugelegt. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Plus von 0,97 Prozent bei 16 533,06 Punkten. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es um 0,81 Prozent auf 1888,03 Punkte nach oben, und an der Technologiebörse Nasdaq rückte der Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,98 Prozent auf 3635,61 Punkte vor.

Die Blicke der Investoren richteten sich vor allem auf das Protokoll zur letzten Sitzung der US-Notenbank Fed. Es lieferte aber kaum neue Impulse. Grössere Überraschungen gab es einem Börsianer zufolge nicht. Die Fed hat offenbar keine Eile, die Leitzinsen zu erhöhen. Eine „Normalisierung“ der ultralockeren Geldpolitik wurde von den Währungshütern zwar diskutiert, scheint sich aber noch nicht aufzudrängen.

Auf Unternehmensseite stand unter anderem der Juwelier Tiffany im Fokus, der die Anleger mit einer überraschend guten Gewinnentwicklung im abgelaufenen Quartal überzeugte. Die Papiere schossen daraufhin um mehr als neun Prozent nach oben.

Aktien von Ebay standen hingegen unter Druck. Sie büssten 0,15 Prozent ein. Der Online-Handelsspezialist rief seine Nutzer nach einem Hackerangriff dazu auf, ihre Passwörter zu ändern. Netflix-Aktien verteuerten sich um etwas mehr als fünf Prozent. Die Online-Videothek will Ende des Jahres auch in Deutschland und in anderen europäischen Ländern starten. Für die Papiere des Versicherers AIG ging es nach einer Kaufempfehlung durch Goldman Sachs um 1,94 Prozent nach oben.

Der Baumarktbetreiber Lowe’s punktete bei den Anlegern nicht. Für die Aktien ging es um 0,24 Prozent nach unten. Der Konkurrent von Home Depot hatte zwar die Ergebniserwartungen übertroffen, der Umsatz auf vergleichbarer Basis war allerdings hinter den Schätzungen zurückgeblieben. Salesforce-Papiere fielen nach Geschäftszahlen des Anbieters von Cloud-Computing-Lösungen für Unternehmen um etwas mehr als fünf Prozent. Analyst Mark Moerdler von Bernstein Research sprach zwar von einem guten Quartal, hält die Bewertung der Aktien aber für zu optimistisch.

Der Euro erholte sich im New Yorker Handel etwas von seinen Verlusten. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,3685 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3676 (Dienstag: 1,3702) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7312 (0,7298) Euro. Am US-Rentenmarkt fielen richtungweisende zehnjährige Anleihen um 7/32 auf 99 21/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 2,54 Prozent. (awp/mc/cs)

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