US-Schluss: Dow Jones steigt um 0,84% auf 16’739,95 Punkte

US-Schluss: Dow Jones steigt um 0,84% auf 16’739,95 Punkte

New York – An der Wall Street hat auch am Mittwoch die Hoffnung auf eine Verschiebung der Zinswende in den USA überwogen. Einen Tag vor dem mit Spannung erwarteten US-Leitzinsentscheid bauten die wichtigsten Aktienindizes ihre Vortagesgewinne etwas aus. Inzwischen rechnet aktuell nur eine knappe Minderheit von 54 der von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten 113 Fachleute mit der Zinswende nach oben. Eine hauchdünne Mehrheit der Experten dagegen erwartet, dass sich am Leitzins nichts ändert.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stieg um 0,84 Prozent auf 16 739,95 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,87 Prozent auf 1995,31 Punkte. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,54 Prozent auf 4383,67 Punkte nach oben.

Am Vortag hatte die Wall Street bereits von verhaltenen US-Konjunkturdaten profitiert, welche bei den Anlegern Hoffnungen auf einen Aufschub der US-Zinswende seitens der Notenbank geschürt hatten. Eine Straffung der Geldpolitik würde Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren unattraktiver machen, andererseits aber auch Vertrauen in die Konjunkturentwicklung signalisieren.

An der Dow-Spitze stiegen die Aktien von General Electric (GE) um 2,49 Prozent auf 25,93 US-Dollar. Die Schweizer Bank Credit Suisse hatte die Papiere des Industriekonzerns auf eine Empfehlungsliste gesetzt. Die Anteilsscheine von Chevron und ExxonMobil profitierten mit Gewinnen von rund zweieinhalb beziehungsweise rund zwei Prozent einmal mehr von dem weiter gestiegenen Ölpreis.

Die am Dienstag noch gefragten Aktien der Paketdienstleister allerdings gehörten am Mittwoch zu den Verlierern, nachdem FedEx nach schwächer als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen seinen Geschäftsausblick gesenkt hatte. Bei den Anlegern kam das nicht gut an: Die Aktien verloren knapp 3 Prozent. Im Sog dieser Entwicklung gaben die Papiere des heimischen Rivalen UPS um 0,44 Prozent nach.

Das Interesse des weltgrössten Bierbrauers AB Inbev an Konkurrent SABMiller sorgte auch bei den Anteilseignern von Altria Group für Freude. Der US-Tabakkonzern ist mit über einem Viertel an dem britischen Brauer beteiligt und dürfte daher von dessen Übernahme durch den Branchenprimus profitieren. Die Altria-Titel legten um mehr als 2 Prozent zu. Beim amerikanischen Brauereikonzern Molson Coors Brewing sorgte die neu erwachte Übernahmefantasie in der Branche sogar für einen Kurssprung von mehr als 14 Prozent.

Auf wenig Begeisterung stiess hingegen ein Milliardendeal in der Zahnmedizintechnik. Der US-Hersteller Dentsply International will den Konkurrenten Sirona Dental Systems für 5,5 Milliarden US-Dollar in Aktien übernehmen. Der Kaufpreis liege allerdings unter der gestrigen Marktkapitalisierung von Sirona, merkten Börsianer an. Die Papiere von Sirona und von Dentsply fielen um jeweils mehr als 2 Prozent.

Der Computer-Riese Hewlett-Packard will im Zuge seiner Aufspaltung bis zu 30 000 weitere Arbeitsplätze streichen. Anleger werteten dies positiv, die Aktien gewannen rund 5 Prozent. Die Papiere von Oracle schwankten nachbörslich deutlich und fielen zuletzt um 0,34 Prozent. Der Umsatz des Softwarekonzerns war im ersten Geschäftsquartal hinter den Markterwartungen zurückgeblieben.

Aktien des Fitness-Spezialisten Fitbit schliesslich zogen um mehr als 12 Prozent an. Der Einzelhändler Target bietet seinen Angestellten die Basisversion seiner Fitness-Armbänder kostenlos an. Falls sie ein teureres Gerät von Fitbit kaufen möchten, gewährt Target seinen Angestellten einen Zuschuss.

Der Kurs des Euro legte angesichts der Hoffnung auf eine Verschiebung der Zinswende leicht zu und notierte zuletzt bei 1,1285 US-Dollar. Richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen litten etwas unter den Gewinnen am Aktienmarkt und gaben um 3/32 Punkte auf 97 12/32 Punkte nach. Ihre Rendite stieg auf 2,30 Prozent.

(awp/mc/pg)

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