US-Schluss: Dow fällt um 0,73% auf 17’440,59 Punkte

US-Schluss: Dow fällt um 0,73% auf 17’440,59 Punkte

New York – Die steile Talfahrt der chinesischen Festlandsbörsen hat den Dow Jones Industrial am Montag auf den tiefsten Stand seit Februar gedrückt. Der wichtige Shanghai Composite Index war um 8,5 Prozent eingebrochen und damit so stark wie seit Anfang 2007 nicht mehr. Der starke Kursrutsch gebe vor allem internationalen Konzernen mit einem hohen Umsatzanteil ausländischer Kunden Anlass zur Sorge, sagte ein Aktienstratege. Nachdem die Berichtssaison der US-Unternehmen bereits Risse im Gewinnbild aufgezeigt habe, könnten die Erträge nun noch stärker belastet werden.

Der US-Leitindex Dow fiel um 0,73 Prozent auf 17’440,59 Punkte und schloss damit zum fünften Mal in Folge im Minus. Der marktbreite S&P-500-Index büsste 0,58 Prozent auf 2067,64 Punkte ein. Für den Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,84 Prozent auf 4519,09 Punkte nach unten.

Nach drei Wochen vorläufiger Erholung waren Chinas Aktienmärkte wieder in den freien Fall übergegangen und hatten die Sorgen um das künftige Wachstum in dem Riesenreich erneut verstärkt. Angesichts erneut schwacher Wirtschaftsdaten habe die Befürchtung um sich gegriffen, dass die staatlichen Interventionen zur Stützung der Börsen nicht ausreichen könnten, begründeten Händler die Talfahrt.

Die Aktien chinesischer Unternehmen litten besonders unter der Aussicht auf eine mögliche konjunkturelle Abschwächung in dem riesigen Land. So büssten die Papiere des Internet-Handelsriesen Alibaba rund 2 Prozent ein. Für die Anteilsscheine des Internet-Portalbetreibers Sohu.com ging es um mehr als 4 Prozent nach unten.

Ansonsten stand unternehmensseitig erneut die Pharmabranche im Blick, denn es gab einige Neuigkeiten zu Übernahmen: So will der an der Nasdaq gelistete israelische Pharmakonzern Teva das Generika-Geschäft des irischen Branchenkollegen Allergan für 40,5 Milliarden US-Dollar kaufen. Wenn die Behörden zustimmen, könnte der Deal im ersten Quartal 2016 unter Dach und Fach sein.

Damit zog Teva zugleich das Kaufgebot für den US-Pharmakonzern Mylan zurück. Hier hatte Teva zuletzt einen Rückschlag erlitten, denn eine formal unabhängige, aber von Mylan ins Leben gerufene niederländische Stiftung hatte die Kontrolle über die Hälfte des Kapitals erlangt. Die Pharmawerte reagierten mit kräftigen Kursausschlägen: So sackten die Mylan-Aktien als klares Schlusslicht im Nasdaq 100 um mehr als 14 Prozent ab, während die Teva-Titel um mehr als 16 Prozent hochsprangen und die von Allergan an der S&P-500-Spitze um rund 6 Prozent anzogen.

Unter den schwächsten Werten im S&P fielen die Papiere von McGraw Hill Financial um 5,67 Prozent. Die Mutter der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) will den Informationsdienst SNL Financial kaufen.

Quartalszahlen meldete Restaurant Brands International, der kanadische Mutterkonzern von Burger King und der Kaffeehaus-Kette Tim Hortons. Nach einem Verlust zum Jahresauftakt hatte im zweiten Quartal ein Gewinn zu Buche gestanden und auch der Umsatz hatte zugelegt. Belohnt wurde das Unternehmen von den Aktionären mit einem Kursplus von rund dreieinhalb Prozent. (awp/mc/upd/ps)

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