US-Schluss: Lohnentwicklung und Ölpreis belasten Dow & Co.

US-Schluss: Lohnentwicklung und Ölpreis belasten Dow & Co.

New York – Nach einer zweitägigen Erholungsrally haben die US-Börsen am Freitag den Rückwärtsgang eingelegt. Dazu trug neben dem erneut sinkenden Ölpreis auch der Arbeitsmarktbericht für Dezember bei, der sowohl Positives als auch Negatives enthielt. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Abschlag von 0,95 Prozent auf 17 737,37 Punkte, nachdem er in den vorangegangenen zwei Tagen um insgesamt drei Prozent gestiegen war. Sein kleines Plus seit dem Start ins neue Jahr ist damit bereits wieder weggeschmolzen und die erste volle Handelswoche beendete der Dow ein halbes Prozent im Minus.

Der S&P-500-Index sank vor dem Wochenende um 0,84 Prozent auf 2044,81 Punkte. An der Nasdaq büsste der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 0,64 Prozent auf 4213,28 Punkte ein.

Zwar wurden in den USA mehr neue Arbeitsplätze geschaffen als erwartet und auch die Arbeitslosenquote fiel mit 5,6 Prozent besser aus, als Bankvolkswirte prognostiziert hatten, doch es gab auch eine Schattenseite. So verwies Analyst Bernd Krampen von der NordLB darauf, dass sich die zunehmende Enge auf dem Arbeitsmarkt nicht in der Tendenz der Stundenlöhne widergespiegelt habe, die im selben Zeitraum nachgaben. Sein Kollege Craig Erlam vom Broker Alpari in London stellte zudem die auf 62,7 Prozent gesunkene Partizipationsrate, also den Anteil der Erwerbspersonen an der Bevölkerung, als negativ heraus.

Unter den Einzelwerten büssten im Nasdaq 100 die Aktien von Bed Bath and Beyond als Schlusslicht 6,75 Prozent ein. Händlern zufolge enttäuschte das Einzelhandelsunternehmen mit seinen Umsätzen im dritten Geschäftsquartal sowie mit Aussagen zum vierten Quartal. Die Papiere der weltgrössten Kaffeehauskette Starbucks verbilligten sich um 3,27 Prozent, nachdem bekannt wurde, dass Chief Operating Officer (COO) Troy Alstead das Unternehmen im März verlassen wird.

Im S&P 500 verloren Macy’s 2,79 Prozent. Das Modekaufhaus wird im Zuge seiner Umstrukturierung im vierten Quartal ausserordentliche Belastungen von 110 Millionen US-Dollar verbuchen. AbbVie sanken um 2,72 Prozent. Die Aussagen des Pharmakonzerns zu den erwarteten bereinigten Ergebnissen im neu angelaufenen Jahr lagen am unteren Ende der Analystenerwartungen.

Sandridge Energy erzielte im dritten Geschäftsquartal einen Gewinn, der die Prognose der Analysten übertraf. Die Titel des Öl- und Gasunternehmens sprangen daraufhin um 4,62 Prozent hoch.

Regeneron stiegen um 1,93 Prozent. Der US-Pharmakonzern und sein Partner Sanofi sehen sich bei der Entwicklung eines neuen Cholesterinsenkers auf Kurs. Tests einer Phase-III-Studie des Medikaments Alirocumab hätten positive Ergebnisse geliefert, teilten beide Konzerne mit. (awp/mc/upd/ps)

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