US-Schluss: Kaum Bewegung vor wichtigen Ereignissen

US-Schluss: Kaum Bewegung vor wichtigen Ereignissen

New York – Die New Yorker Börsen sind am Montag auf der Stelle getreten. Nach der deutlichen Erholung in der Vorwoche und vor wichtigen Daten in den kommenden Tagen hätten Investoren abgewartet, sagten Händler. Aus der laufenden Berichtssaison werden einige Unternehmenszahlen veröffentlicht und auch die Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve über ihre weitere Geldpolitik steht zur Wochenmitte an. Energietitel rückten mit dem fallenden Ölpreis in den Fokus. Konsumwerte und Telekomtitel hoben Händler dagegen als gefragte Branchen hervor.

Der Dow Jones Industrial schloss 0,07 Prozent höher bei 16 817,94 Punkten. In der Vorwoche hatte der weltweit bekannteste Aktienindex bereits mit plus 2,59 Prozent den grössten Wochengewinn im laufenden Jahr verzeichnet, allerdings nach vier Verlustwochen in Folge. Für den marktbreiten S&P 500 ging es dagegen am Montag um 0,15 Prozent auf 1961,63 Zähler nach unten. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,10 Prozent auf 4046,02 Punkte.

Bester Wert im Dow-Jones-Index waren Verizon Communications mit einem Aufschlag von 1,33 Prozent auf 49,42 US-Dollar, die Anteile am US-Schadenversicherer Travelers verteuerten sich um 1,17 Prozent. Favorisiert wurden laut Händlern vor allem auch Konsumwerte: die Aktie von Procter & Gamble legte um weitere 0,93 Prozent auf 85,95 Dollar zu, nachdem das Unternehmen bereits am Freitag mit der angekündigten Abspaltung des Batteriegeschäfts die Anleger positiv gestimmt hatte. Die Papiere von Johnson & Johnson gewannen 0,91 Prozent.

Tagesverlierer in dem weltweit bekanntesten Aktienindex waren nach Zahlen die Papiere von Merck & Co mit einem Abschlag von 2,01 Prozent auf 56,45 Dollar. Der US-Pharmakonzern hatte seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2014 etwas eingeengt und damit den Markt enttäuscht. Im dritten Quartal war der Umsatz unter anderem aufgrund der Konkurrenz durch Nachahmerprodukte weiter gesunken. Von der US-Arzneimittelbehörde FDA hatte es aber eine gute Nachricht gegeben.

Ölwerte zählten angesichts der rückläufigen Preise für den Rohstoff auch zu den grössten Verlierern: Chevron-Aktien büssten 0,77 Prozent auf 115,02 Dollar ein, die Papiere von ExxonMobil gaben 0,83 Prozent ab. Eine Erholung des Rohölpreises für ein Fass der US-Sorte WTI nach einem Tagestief von weniger als 80 Dollar im späten Geschäft half den Papieren kaum.

Im Technologiesektor mussten Twitter-Aktien vor der Veröffentlichung des Quartalsberichts von dem Kurznachrichten-Dienst ein Minus von 2,78 Prozent hinnehmen. Die nach Börsenschluss vorgelegten Zahlen wurden in einer ersten Reaktion mit weiteren Kursverlusten quittiert.

Spitze im Nasdaq 100 waren dagegen die Papiere von Micron Technology mit einem Plus von 3,99 Prozent. Das Halbleiterunternehmen hat sich einen Aktienrückkauf im Volumen von bis zu einer Milliarde Dollar genehmigen lassen. Die Anteile am chinesischen Onlineriesen Alibaba knüpften nach einer Analystenstudie an ihre jüngste Aufwärtsbewegung an und legten um 2,13 Prozent zu.

Die Titel des Bananenkonzerns Chiquita kletterten um 1,41 Prozent auf 14,36 Dollar nach oben. Die brasilianische Cutrale will gemeinsam mit dem Safra-Konsortium 14,50 Dollar je Aktie bezahlen. Nachdem die Chiquita-Aktionäre die Fusion mit dem irischen Wettbewerber Fyffes Ende letzter Woche abgelehnt hatten, gab das Management nun den Zusammenschluss mit Cutrale bekannt.

Der Kurs des Euro hielt sich mit zuletzt 1,2705 Dollar im New Yorker Handel über der Marke von 1,27 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2679 (Freitag: 1,2659) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7887 (0,7900) Euro. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen stiegen um 4/32 Punkte auf 101 1/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 2,26 Prozent. (awp/mc/upd/pg)

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