US-Schluss: Dow gibt 0,3% auf 17’702 Punkte nach

US-Schluss: Dow gibt 0,3% auf 17’702 Punkte nach

New York – Die Aussicht auf bald steigende Leitzinsen hat am Mittwoch die US-Börsen erneut weitgehend gelähmt. Nach einem überwiegend nur minimal schwächeren Verlauf beendete der Leitindex Dow Jones Industrial den Handelstag letztlich mit einem Minus von 0,32 Prozent auf 17’702,22 Punkten knapp über seinem Tagestief. Es mangelte an wesentlichen Unternehmensnachrichten, zumal die Berichtssaison weitgehend abgeschlossen ist.

Der marktbreite S&P-500-Index sank ebenfalls um 0,32 Prozent und ging bei 2075,00 Punkten aus dem Tag. Der Nasdaq Auswahlindex 100 gab um 0,10 Prozent auf 4636,94 Punkte nach.

Gute heimische Konjunkturdaten der jüngsten Zeit schüren zunehmend die Erwartung, dass die seit langem angekündigte Zinswende im Dezember kommen könnte. Das dürfte dann Aktien im Vergleich zu anderen Anlageklassen unattraktiver machen.

Zu den Nachzüglern der Berichtssaison zählten die Einzelhandelsunternehmen Macy’s und J.C. Penney. Die Aktien von Macy’s brachen um rund 14 Prozent ein, nachdem der Quartalsumsatz die Anleger enttäuscht hatte und der Warenhausbetreiber auf Jahressicht mit stärker sinkenden Erlösen als bisher rechnet. Die J.C. Penney-Papiere verloren nach bekanntgegebenen Umsatzzahlen rund 2 Prozent.

Im Dow bauten die Aktien von General Electric (GE) ihr Vortagesplus aus und stiegen um weitere 1,83 Prozent. Damit nahmen sie die Index-Spitze ein und erreichten zudem den höchsten Stand seit Anfang Juni 2008. Händler verwiesen darauf, dass der Mischkonzern tags zuvor zusammen mit dem Transportunternehmen Alstom Verträge im Wert von 5,6 Milliarden Dollar erhalten habe, um Indiens Schienenverkehr auszurüsten.

Ansonsten bewegten vor allem Analystenäusserungen: Die McDonald’s-Aktien legten im Dow um etwas mehr als ein halbes Prozent zu. Neben RBC Capital hatte auch Goldman Sachs das Kursziel für die Aktie angehoben.

Die Papiere von Amazon profitierten an der Nasdaq mit einem Plus von 2 Prozent unter anderem von einer Kurszielanhebung der Bank Morgan Stanley. Oracle büssten dagegen etwas mehr als 2 Prozent ein, nachdem Morgan Stanley die Aktie des Softwareunternehmens von „Overweight“ auf „Equal-Weight“ abgestuft hatte.

Der Eurokurs bewegte sich im späteren US-Handel nur wenig. Zur Schlussglocke an der Wall Street war die Gemeinschaftswährung 1,0741 US-Dollar wert. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,0716 (Dienstag: 1,0711) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9332 (0,9336) Euro. Der US-Anleihemarkt blieb am Mittwoch feiertagsbedingt geschlossen. (awp/mc/upd/ps)

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