US-Schluss: Verlustserie beendet

US-Schluss: Verlustserie beendet

New York – Beflügelt von der Hoffnung auf die Notenbanken haben die US-Börsen am Freitag ihre sechstägige Verlustserie beendet und sich mit soliden Gewinnen in das Wochenende verabschiedet. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Aufschlag von 1,62% auf 12’777,09 Punkte. Trotz der verlustreichen vergangenen Tage hat der Index auf Wochensicht damit sogar minimale 0,04% hinzugewonnen. Der marktbreite S&P 500-Index kletterte am Freitag um 1,65% auf 1’356,78 Punkte.

An der Technologiebörse Nasdaq stieg der Composite Index um 1,48% auf 2’908,47 Zähler, und der Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 1,56% auf 2’584,97 Punkte zu.

«Nach sechs Tagen konsequenter Abwärtsbewegung hat sich der Markt nach etwas Besserem gesehnt», sagte ein Investmentstratege in New York. Laut Börsianern wächst an den Märkten erneut Hoffnung, dass die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt nun ihrerseits weitere Konjunkturmassnahmen einleiten dürfte. Das chinesische Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal hatte die Erwartungen der Experten erfüllt, obwohl es so niedrig gewesen war wie seit 2009 nicht mehr.

Dem Dow halfen vor allem deutliche Kursaufschläge bei der Grossbank JPMorgan auf die Sprünge, die trotz ihres schlagzeilenträchtigen Spekulationsdesasters nur einen kleinen Gewinnrückgang vermelden musste. Das Ergebnis war damit besser als von Analysten erwartet.»Das Mass, in dem die US-Banken nach der Krise wieder erstarkt sind, ist erstaunlich, insbesondere, wenn man das mit Europa vergleicht», kommentierte ein Beobachter das Zahlenwerk. An der Börse wurde die Bilanz mit einem Aufschlag von 5,96% auf 36,07 USD honoriert. Auch die übrigen Bankenwerte endeten sehr fest: Citigroup kletterten um 5,42% und Bank of America um 4,55% nach oben.

Ebenfalls nach Zahlen zum zweiten Quartal kletterten die Papiere des Finanzkonzerns Wells Fargo um 3,23% auf 33,91 USD. Das Unternehmen bleibt allen Krisen zum Trotz auf Rekordkurs und konnte seinen Gewinn deutlich steigern – und damit die Analysten positiv überraschen.

Dow-Mitglied Procter & Gamble verteuerte sich um 2,18% auf 65,09 USD. Medienberichten zufolge wird im Verwaltungsrat derzeit über eine mögliche Ablösung von Unternehmenschef Robert McDonald diskutiert. Bereits am Vortag war die Aktie um fast 4% angezogen, nachdem die US-Handelsaufsicht FTC einem US-Hedgefonds grünes Licht für den Einstieg beim Konsumgüterkonzern gegeben hatte.

Auffällig im negativen Sinne waren hingegen die Aktien des Druckerherstellers Lexmark. Sie brachen um über 16% ein. Das Unternehmen hat eigenen Angaben zufolge seine Unternehmensziele im zweiten Quartal aufgrund einer schwachen europäischen Nachfrage und wegen ungünstiger Wechselkurseffekte verfehlt. Hiervon wurden auch die Titel von Hewlett-Packard belastet, diese gaben als einziger Titel im Dow nach und verloren knapp 2%.

Die am Vortag wegen schlechter Branchennachrichten vom Softwareunternehmen Infosys unter die Räder gekommenen Technologietitel erholten sich zum Teil deutlich. Papiere von Branchenkollege Microsoft beispielsweise stiegen um über 2,5%. Infosys selbst erholten sich etwas rückten um knapp vier% vor. (awp/mc/pg/upd/ps)

(awp/mc/pg)

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