US-Schluss: Techsektor feiert Rekorde – Dow und S&P tiefer

Boerse

New York – Am New Yorker Aktienmarkt sind am Montag die Standard- und die Technologiewerte in unterschiedliche Richtungen gelaufen. Die Tech-Indizes glänzten wieder mit Rekorden. Am Ende des Tages gewann der Nasdaq 100 0,54 Prozent auf 12’596,47 Punkte.

Der Leitindex Dow Jones Industrial setzte mit dem Handelsstart ebenfalls noch etwas auf seine am Freitag mit dem Schlusskurs erreichte Bestmarke drauf, drehte aber danach sofort ins Minus und rutschte auch kurz wieder unter die runde Marke von 30’000 Punkten. Er schloss mit minus 0,49 Prozent auf 30’069,79 Punkte. Der marktbreite S&P 500 gab um 0,19 Prozent auf 3691,96 Punkte nach.

Die Angst vor weiteren Lockdown-Massnahmen wegen steigender Corona-Infektionen hielt die Anleger teils zurück. Umso mehr warten sie auf eine möglichst baldige Einigung der Parteien auf ein neues Konjunkturpaket. Vor allem das verlängerte Thanksgiving-Wochenende Ende November liess die Corona-Infektionen in den USA offensichtlich nochmals deutlich ansteigen.

Die Aktien des Chipherstellers Intel verloren am Dow-Ende 3,43 Prozent. Am Markt wurde als Belastung auf eine Meldung verwiesen, wonach Apple offenbar schon früh im Jahr 2021 mit der Einführung neuer Mac-Prozessoren plant. Apple gewannen am Montag 1,23 Prozent.

Als bester Wert im Leitbarometer verteuerten sich noch vor Apple die Titel des Flugzeugherstellers Boeing um 2,35 Prozent, nachdem die Schweizer Grossbank UBS für die Papiere eine Kaufempfehlung ausgesprochen hatte. Mit in der Spitze etwas über 244 Dollar kosteten Boeing wieder so viel wie Anfang März.

Bei den Aktien des Börsenstars Tesla konnten sich die Anleger erneut nicht zurückhalten. Mit in der Spitze fast 649 Dollar kosteten die Anteile des Elektroautobauers so viel wie noch nie, ehe sie mit plus 7,13 Prozent und 641,76 Dollar aus dem Handel gingen.

Eastman Kodak schnellten um fast 60 Prozent hoch nach einem Pressebericht, wonach dem Unternehmen mit Blick auf einen Staatskredit zur Produktion von Arzneimittelbestandteilen offenbar kein Fehlverhalten nachgewiesen werden kann. Ein geplanter 765 Millionen US-Dollar schwerer Kredit war im August von der US-Regierung auf Eis gelegt worden, weil es Vorwürfe von Fehlverhalten rund um den Deal gab. Die Aktien waren daraufhin steil auf Talfahrt gegangen, nachdem sie zuvor mit der Aussicht auf den Kredit und damit der Hoffnung auf eine neue Ertragsperle des Fotoausrüsters ebenso fulminant nach oben geschossen waren.

Kursbewegende Unternehmensnachrichten gab es auch zum Wochenauftakt wieder von den Corona-Impfstoffherstellern. Dabei kletterten die in New York notierten Anteilsscheine des Tübinger Unternehmens Curevac auf ein Rekordhoch und gewannen zum Schluss 7,71 Prozent. Curevac will eine Zulassung seines Covid-19-Impfstoffkandidaten in der EU und in Lateinamerika beantragen. Pfizer stellte einen Antrag auf eine Impfstoff-Notzulassung in Indien. Die Titel gewannen 2,26 Prozent und jene des Partners Biontech aus Mainz 4,75 Prozent. Moderna verbuchten Aufschläge von 4,59 Prozent, nachdem Kanada die Bestellung für den vom Unternehmen entwickelten Impfstoff verdoppelte.

Der Euro notierte in einem unruhigen Handel per saldo wenig verändert. Nach US-Börsenschluss kostete die Gemeinschaftswährung 1,2113 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2128 (Freitag: 1,2159) Dollar festgesetzt, der Dollar damit 0,8245 (0,8224) Euro gekostet. US-Staatsanleihen legten zu. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) gewann 0,21 Prozent auf 137,69 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Anleihe fiel auf 0,93 Prozent. (awp/mc/ps)

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