US-Schluss: Nur Dow im Plus dank Citi und Daten

US-Schluss: Nur Dow im Plus dank Citi und Daten

New York – An den US-Börsen haben freundlich aufgenommene Einzelhandelsdaten und Citigroup-Zahlen am Montag lediglich dem Dow Jones Industrial klare Gewinne beschert. Dagegen litten die Technologiewerte unter der Schwäche der Schwergewichte Apple und Google. Der US-Leitindex schloss 0,56 Prozent höher bei 12.921,41 Punkten. Angesichts anderer, enttäuschender Konjunkturdaten blieb er damit zwar klar unter seinem Tageshoch bei 12.986,77 Punkten, konnte sich aber etwas von seiner jüngst schwachen Entwicklung erholen.

Am Freitag hatte das weltweit bekannteste Kursbarometer mehr als ein Prozent verloren und mit minus 1,61 Prozent den grössten Wochenverlust dieses Jahres erlitten. Der breit gefasste S&P-500-Index verzeichnete am Montag hingegen ein knappes Minus von 0,05 Prozent auf 1.369,57 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq ging es für den Composite-Index um deutlichere 0,76 Prozent auf 2.988,40 Punkte nach unten und der Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 1,07 Prozent auf 2.670,10 Punkte.

Die Umsätze im für die US-Wirtschaft besonders wichtigen Einzelhandel waren im März deutlich stärker gestiegen als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat hatten sie um 0,8 Prozent zugelegt, während Experten nur mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet hatten. Dem gegenüber stand indes die im April überraschend stark eingetrübte Stimmung des Verarbeitenden Gewerbes im US-Bundesstaat New York, die den niedrigsten Stand seit November 2011 erreicht hatte. Zudem hatte sich die Stimmung unter den Häuserbauern im April überraschend eingetrübt, wie der NAHB-Hausmarktindex zeigte.

Nach Zahlen stiegen die Aktien der Citigroup um 1,77 Prozent auf 34,00 US-Dollar und gehörten damit zu den Favoriten der Anleger im S&P 500. Unter dem Strich hatte die Bank zwar weniger verdient als vor einem Jahr, aber fast dreimal mehr als im Vorquartal. Analysten hatten dabei aber mit einem höheren Gewinn gerechnet. Das Ergebnis der Citigroup steht somit im Gegensatz zu dem der Konkurrenten JPMorgan und Wells Fargo , die am Freitag mit ihren Zahlen für das erste Quartal die Erwartungen übertroffen hatten.

Die Titel von Goldman Sachs stiegen um 2,29 Prozent. Hier stützte auch die Nachricht, dass die Bank ihren Anteil an der chinesischen Grossbank Industrial & Commercial Bank of China (ICBC) reduziert. Für 2,3 Milliarden US-Dollar übernimmt Singapurs Staatsfonds Temasek vier Prozent der ICBC-Aktien. Goldman hielt zuletzt gut zehn Prozent der ICBC-Anteile, die dem Konzern 2011 einen Vorsteuerverlust von 517 Millionen Dollar eingebrockt hatten.

Zahlen gab es vom Spielwarenkonzern Mattel . Die Papiere sackten um mehr als neun Prozent ab, nachdem der Barbie-Hersteller im ersten Quartal die durchschnittliche Analystenprognose für den Umsatz verfehlt hatte. Die Aktien von Procter & Gamble profitierten hingegen von einer angehobenen Quartalsdividende und verteuerten sich um knapp anderthalb Prozent.

Den Aktien von Caterpillar verhalf eine positive Analystenstimme zu Kursgewinnen von 0,80 Prozent auf 106,74 Dollar. Händler verwiesen darauf, dass die Bank of America die Titel des Baumaschinenherstellers von «Neutral» auf «Buy» hochgestuft und das Kursziel von 127 auf 135 Dollar angehoben habe. Nach dem jüngsten Kursrückgang biete der Aktienkurs des Baumaschinenherstellers eine attraktive Einstiegsmöglichkeit, schrieb Analyst Andrew Obin. Das Unternehmen verfüge zudem über ein starkes Wachstumsprofil.

Derweil ging es für die Apple-Titel auch ohne negative Nachrichten den fünften Tag in Folge bergab: Zum Handelsende standen die Aktien des erfolgsverwöhnten iPhone- und iPad-Herstellers 4,06 Prozent tiefer bei 580,68 Dollar und durchbrachen damit die vielbeachtete 600-Dollar-Marke. Damit scheint der Höhenflug an der Börse erst einmal vorbei. Die Aktie war in der Spitze bis auf 644 Dollar gestiegen. Die Papiere des Internetkonzerns Google mussten Abschläge von knapp drei Prozent verkraften. (awp/mc/pg)

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