US-Schluss: Uneinheitlich – Krisen verunsichern

US-Schluss: Uneinheitlich – Krisen verunsichern

New York – Zunehmende politische Spannungen sowie Sorgen um eine schnelle US-Zinswende haben die US-Aktienmärkte am Donnerstag verunsichert und ohne klaren Trend schliessen lassen. Auf die von Präsident Barack Obama angekündigte Verhängung weiterer US-Sanktionen gegen Russland reagierten die Indizes kaum. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Minus von 0,12% bei 17’049,00 Punkten. Der marktbreite S&P 500 stieg um 0,09% auf 1997,45 Zähler. An der Technologiebörse Nasdaq fiel der Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,06% auf 4092,65 Punkte.

Höher als erwartet ausgefallene US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe konnten die Sorgen der Anleger nicht merklich zerstreuen, dass die US-Notenbank wegen eines guten wirtschaftlichen Umfelds schneller die Zinsen anheben könnte als bislang erwartet. In der vergangenen Woche waren die Anträge gestiegen, während Analysten mehrheitlich eine leicht sinkende Zahl erwartet hatten. Die Rede von US-Präsident Obama zum Kampf gegen den Terror in Syrien und dem Irak habe die Befürchtungen von Anlegern bestätigt, dass die Probleme dort noch lange bestehen bleiben dürften, kommentierte Marktanalyst Jasper Lawler von CMC Markets.

Bei den Einzelwerten fielen Twitter-Aktien nach einer vom Kurznachrichtendienst angekündigten Anleihenausgabe um ein halbes Prozent. Die Titel des Elektronikhändlers Radioshack gewannen 9,56%, nachdem sie vorbörslich zeitweise 40% im Plus und 14% im Minus gelegen hatten. Zunächst hiess es, Radioshack habe sich die Unterstützung von Grossbanken bei der Suche nach Geldgebern gesichert. Später wies das Unternehmen für das zweite Quartal erneut einen Verlust aus und räumte ein, im Falle einer scheiternden Umstrukturierung eventuell in die Insolvenz gehen zu müssen.

Apple setzten nach ihrem kräftigen Kursplus vom Vortag ihre Aufwärtsbewegung am Donnerstag verlangsamt fort und gewannen 0,43%. Die Titel von Liberty Global verteuerten sich um 4,16%. Vodafone-Chef Vittorio Colao hatte Kaufinteresse am US-Kabelkonzern gezeigt. Zudem hatte Liberty mit Comcast eine Kooperation bei der WLAN-Funktechnik vereinbart. Papiere von Eastman Chemical verloren gut ein Prozent. Der US-Chemiekonzern will den Konkurrenten Taminco für 2,8 Milliarden Dollar übernehmen. Taminco-Aktien schnellten um knapp zehn Prozent nach oben. JDS Uniphase stiegen um mehr als zehn Prozent. Das Technologieunternehmen hatte bekanntgegeben, sich in zwei Teile aufspalten zu wollen. (awp/mc/upd/ps)

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