US-Schluss: Dow verliert 0,92% auf 17’568,53 Punkte

US-Schluss: Dow verliert 0,92% auf 17’568,53 Punkte

New York – Schwache Konjunkturdaten haben am Freitag die Stimmung am US-Aktienmarkt getrübt. Auch teils überzeugende Geschäftsberichte grosser Konzerne hellten die Laune der Anleger nicht auf – zumal die Quartalsberichtssaison bisher insgesamt durchwachsen verlaufen ist.

Der Dow Jones Industrial schloss 0,92 Prozent tiefer mit 17’568,53 Punkten. Auf Wochensicht verlor der US-Leitindex damit 2,86 Prozent. Der breit gefasste S&P 500 gab am Freitag um 1,07 Prozent auf 2079,65 Punkte nach und der technologielastige Nasdaq-100-Index fiel um 0,99 Prozent auf 4557,37 Punkte.

In den USA waren die Verkäufe neuer Häuser überraschend sowie stark gesunken und im Euroraum hatte sich die Unternehmensstimmung unerwartet deutlich eingetrübt. Auch aus China kamen schlechte Nachrichten. Dort war die Stimmung in den Industrieunternehmen des Landes auf den tiefsten Stand seit über einem Jahr gefallen.

Auf Unternehmensseite sorgte Amazon bei seinen Aktionären mit einem überraschenden Quartalsgewinn für Begeisterung. Die Papiere des Online-Händlers schossen um fast 10 Prozent nach oben.

Auch der Kreditkarten-Konzern Visa schnitt besser ab als gedacht. Das Unternehmen hatte der Dollar-Stärke getrotzt und den Gewinn unerwartet kräftig gesteigert. Die Anleger honorierten das mit einem Plus von 4,25 Prozent, was den ersten Platz im Dow Jones bedeutete.

Der Mobilfunkanbieter AT&T und die Kaffeerestaurant-Kette Starbucks überzeugten ebenfalls mit ihren Geschäftszahlen. Beide Papiere gewannen jeweils mehr als 1 Prozent.

Schlechte Nachrichten gab es hingegen für die Anteilseigner des Biotech-Konzerns Biogen. Das Unternehmen hatte die Jahresziele wegen schlechterer Aussichten für seinen Hoffnungsträger Tecfidera gekappt. Der Aktienkurs brach um 22 Prozent ein.

Bei den Papieren von Ölunternehmen machte sich der fortgesetzte Ölpreisverfall bemerkbar. Die Aktien von Chevron sanken um 2,52 Prozent und ExxonMobil-Papiere büssten 1,48 Prozent ein.

Der Kurs des Euro machte seine zwischenzeitlichen Verluste fast komplett wett. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,0980 US-Dollar. Am Markt für US-Staatsanleihen stieg der Kurs richtungweisender zehnjährige Papiere um 2/32 Punkte auf 98 25/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 2,27 Prozent. (awp/mc/upd/ps)

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