US-Schluss: Dow legt um 0,22% auf 18’039,37 Punkte zu

US-Schluss: Dow legt um 0,22% auf 18’039,37 Punkte zu

New York – Die Wall Street hat am Donnerstag nach robusten US-Einzelhandelsdaten ihre am Vortag begonnene Erholung fortgesetzt. Grösseren Gewinnen standen aber Moll-Töne im griechischen Schuldendrama entgegen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial rückte am Ende um 0,22 Prozent auf 18’039,37 Punkte vor. Der marktbreite S&P 500 stieg um 0,17 Prozent auf 2108,86 Punkte und der technologielastige Nasdaq 100 gewann 0,07 Prozent auf 4488,47 Punkte.

In den USA hatte sich der Anstieg der Einzelhandelsumsätze im Mai wie erwartet beschleunigt. Die Daten bestätigten, dass die vorherige Schwäche der Konsumausgaben nur vorübergehend gewesen sei, schrieb Volkswirt Paul Ashworth vom Analysehaus Capital Economics. Zwar sei die Wahrscheinlichkeit einer Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank im Juli angesichts der Daten gestiegen, doch dürfte die Fed bis September warten.

Zuletzt hatten auch Sorgen über ein baldiges Ende des Billiggeldes der Fed den Aktienmarkt belastet. Eventuell könnten sich die Anleger mittlerweile aber mit einer zaghaften Zinserhöhung anfreunden, solange eine kräftig wachsenden US-Wirtschaft für einen Ausgleich sorgt, sagte Analyst Andreas Paciorek vom Broker CMC Markets mit Blick auf die Kursgewinne am Aktienmarkt.

Im Schuldenstreit zwischen Athen und seinen Geldgebern geht die Hängepartie indes weiter. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht derzeit keine Annäherung in den Gesprächen. Es gebe noch „bedeutende Differenzen“, sagte IWF-Sprecher Gerry Rice. Das IWF-Team habe die Verhandlungen in Brüssel verlassen und sei zurück nach Washington gereist.

Die Papiere von Boeing stiegen als einer der Favoriten im Dow Jones Industrial um knapp 1 Prozent. Der Flugzeugbauer blickt optimistisch auf die globale Flugzeugnachfrage und hob seine langfristige Prognose für den Branchenabsatz an. Nike-Papiere verteuerten sich um ein halbes Prozent. Der Adidas-Rivale wird ab der Saison 2017/18 offizieller Partner der US-Basketball-Liga NBA.

Bei den Aktien von Citrix Systems sorgte der für seinen aggressiven Kurs bekannte US-Hedgefonds Elliott für Bewegung, der eine Beteiligung von rund 7 Prozent offenlegte. Das Softwareunternehmen soll nach Vorstellung von Elliott Spartenverkäufe erwägen sowie Aktienrückkäufe ausweiten. Der Citrix-Kurs legte um 6,70 Prozent zu.

Ölwerte wurden vom fallenden Ölpreis belastet. Die Papiere der Chevron Corp. büssten 0,70 Prozent ein und für die Aktien von ExxonMobil ging es um 0,14 Prozent nach unten.

Der Eurokurs blieb unter der Marke von 1,13 US-Dollar. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1266 Dollar. Am Anleihemarkt erholte sich der Kurs richtungweisender zehnjähriger Papiere um 27/32 Punkte auf 97 23/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 2,38 Prozent. (awp/mc/upd/ps)

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