US-Schluss: Dow verliert nach Fed-Entscheidungen

US-Schluss: Dow verliert nach Fed-Entscheidungen

New York – Die US-Aktienbörsen haben am Mittwoch mit Verlusten auf die aktuellen Entscheidungen der US-Notenbank reagiert. Händler nannten die vergleichsweise positive Konjunkturbewertung durch die Fed als Grund für den Kursrückgang. Sie mache ein zügiges Eindämmen der Liquiditätsflut wahrscheinlicher, hiess es. Die Fed hatte ihren Leitzins unverändert gelassen und machte wie erwartet keine Abstriche an ihren Anleihekäufen von monatlich 85 Milliarden US-Dollar. Die heimische Wirtschaft sehen die Währungshüter auf Erholungskurs, wollen aber weitere Hinweise für eine Wachstumsbeschleunigung sehen, bevor sie ihren aggressiven Lockerungskurs ändern.

Der Dow Jones Industrial schloss 0,39 Prozent tiefer bei 15.618,76 Punkten. Der S&P-500-Index fiel um 0,49 Prozent auf 1.763,31 Punkte, nachdem er am Vortag zum Handelsschluss ein Rekordhoch bei 1771,95 Punkten erreicht hatte. Der Nasdaq-100-Index büsste am Mittwoch 0,19 Prozent auf 3.385,38 Punkte ein.

Aus Unternehmenssicht stand die Quartalsberichtssaison im Mittelpunkt. Der Computerspiele-Anbieter Electronic Arts hatte im vergangenen Quartal erneut rote Zahlen geschrieben. In Erwartung eines guten Geschäfts mit Games für neue Spielekonsolen im Weihnachtsgeschäft hob der Spieleriese seine Gewinnprognose für das gesamte Geschäftsjahr aber an. Die Aktien schlossen knapp acht Prozent im Plus. General Motors übertraf im dritten Quartal die Gewinnerwartungen, was die Papiere um 3,24 Prozent steigen liess.

Das US-Karriere-Netzwerk LinkedIn hatte die Mitgliederzahl im dritten Quartal um 38 Prozent gesteigert. Weil aber gleichzeitig Kosten und Steuerlast gestiegen waren, hatte der Xing-Konkurrent unter dem Strich noch einen Verlust geschrieben. Die LinkedIn-Titel verloren fast zehn Prozent. Apple-Papiere erholten sich von den starken Vortagesverlusten und gewannen rund eineinhalb Prozent. Schwächster Wert im S&P 500 waren Western Union mit einem Minus von über zwölf Prozent. Der weltgrösste Anbieter von Geldtransfers hatte für 2014 eine eingetrübte Ergebnisentwicklung in Aussicht gestellt.

Der Euro gab im US-Handel nach. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,3737 US-Dollar, nachdem sie vor Bekanntgabe der geldpolitischen Beschlüsse bis auf 1,3785 Dollar gestiegen war. Richtungweisende zehnjährige Anleihen fielen um 8/32 Punkte auf 99 21/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,54 Prozent. (awp/mc/upd/ps)

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