US-Eröffnung: Nach schwächerem Start freundlich

US-Eröffnung: Nach schwächerem Start freundlich

New York – Der US-Aktienmarkt ist nach etwas schwächerem Start mit Gewinnen in den Mittwoch gestartet. Laut Händlern stützten neue Pläne des Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Bekämpfung der Euroschuldenkrise. Zuletzt lag der Dow Jones Industrial komfortabel im Plus mit 0,42 Prozent bei 12.534,67 Punkten. Der S&P 500 stieg um 0,52 Prozent auf 1.300,34 Punkte. An der Nasdaq ging es etwas deutlicher nach oben: Der Composite-Index kletterte um 0,75 Prozent auf 2.748,60 Punkte, der Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,68 Prozent auf 2.409,49 Punkte.

Der IWF hatte angekündigt, seine Kreditfazilitäten um bis zu 500 Milliarden US-Dollar ausweiten. Laut Schätzung von IWF-Experten dürfte sich der globale Finanzierungsbedarf in den nächsten Jahren auf rund eine Billion Dollar belaufen. Aktuell hat der Fonds Mittel in Höhe von 385 Milliarden Dollar zur Verfügung. Die Daten zur Industrieproduktion in den USA waren hingegen etwas schwächer ausgefallen als von Experten erwartet. Im Monatsvergleich war die Industrieproduktion im Dezember um 0,4 Prozent geklettert. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet.

Die Kapitalmarkt-Turbulenzen haben die US-Investmentbank Goldman Sachs im vergangenen Jahr stark belastet. Trotz deutlich reduzierter Gehälter und Boni für die Investmentbanker brach der Gewinn um 67 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar ein. Experten hatten allerdings mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet – die Aktie der Bank legte in der Folge um 5,14 Prozent auf 102,70 US-Dollar zu.

Die Aktionäre der Bank of New York Mellon und von PNC Financial Services hingegen sahen den Kurs ihrer Papiere unter Druck. Die weltgrösste Depotbank Bank of New York Mellon streicht wegen der Finanzkrise weniger Gebühren ein und sieht daher ihre Gewinne schrumpfen. Zusätzlich belasteten Restrukturierungsausgaben die Gewinn- und Verlustrechnung: Statt der von Analysten erwarteten 53 Cent je Aktie erwirtschaftete der Konzern im vierten Quartal lediglich 47 Cent je Aktie. Das Papier sackte um 3,71 Prozent auf 20,48 Dollar ab. Der Gewinn der nach Einlagen sechstgrössten US-Bank PNC Financial fiel im vierten Quartal aufgrund von Kostenbelastungen um vierzig Prozent, das Papier verlor 3,89 Prozent auf 58,86 Dollar.

Noch heftiger traf es die Depotbank State Street. Zwar berichtete die Bank für das vierte Quartal von steigenden Gewinnen wegen neuer Kunden und gekürzter Ausgaben. Analysten hatten jedoch mehr Gewinn erwartet als die ausgewiesenen 93 Cent je Aktie. Die Aktie stürzte mit einem Verlust von 6,65 Prozent auf 39,89 Dollar regelrecht ab.

Der Rückzug des einflussreichen Mitgründers von Yahoo, Jerry Yang, bescherte der Aktie des schwächelnden Internet-Pioniers ein Plus von 2,27 Prozent auf 15,78 Dollar. Yang hatte sich nach 17 Jahren plötzlich aus dem Unternehmen verabschiedet. Er legte sowohl sein Amt als Verwaltungsratsmitglied bei Yahoo selbst, als auch bei der Japan-Tochter und der chinesischen Beteiligung Alibaba nieder. Beobachter sehen jetzt die Möglichkeit, dass das Unternehmen nun endlich den geplanten strategischen Schwenk vollziehen könnte.

Im Fokus stand zudem der LED-Hersteller Cree, der mit seinen am Vorabend nach Börsenschuss vorgelegten Quartalszahlen die Erwartungen verfehlte. Die Aktie des Aixtron-Konkurrenten stieg jedoch um 2,74 Prozent auf 23,97 Dollar. Das Analysehaus ThinkEquity hatte die Titel zum Kauf empfohlen. (awp/mc/upd/ps)

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