US-Eröffnung: Verluste – Schuldenstreit und schwache Daten

US-Eröffnung: Verluste – Schuldenstreit und schwache Daten

New York – Die US-Börsen haben zum Handelsauftakt am Freitag an ihre jüngsten Verluste angeknüpft. Der sich zuspitzende Schuldenstreit in den USA belastete einmal mehr die Kurse und zudem fielen Wirtschaftsdaten enttäuschend aus. Nach zuletzt vier verlustbringenden Handelstagen büsste der Leitindex Dow Jones im frühen Geschäft weitere 0,92 Prozent auf 12.127,80 Punkte ein. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,89 Prozent auf 1.289,13 Punkte. An der Nasdaq fiel der Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,81 Prozent auf 2.352,55 Punkte. Der Composite-Index gab um 0,96 Prozent auf 2.739,61 Punkte nach.

Den Politikern in Washington rennt die Zeit davon. Auch vier Tage vor der drohenden Zahlungsunfähigkeit der weltgrössten Volkswirtschaft ist keine Einigung in dem erbitterten Ringen in Sicht. «Es ist eine schwierige Zeit für Aktien», sagte Aktienstratege Thomas Lee von JPMorgan Chase & Co. Da die Auswirkungen einer Zahlungsunfähigkeit auf Wertanlagen schwierig einzuschätzen seien, hielten die Investoren sich von riskanten Anlageklassen fern. Auch auf Konjunkturseite gab es am Freitag nichts Gutes zu vermelden: Das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal war niedriger ausgefallen als erwartet und zudem hatte sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago im Juli stärker als erwartet eingetrübt.

Bei den Einzelwerten bewegten hauptsächlich Unternehmenszahlen die Kurse. Im Dow Jones gaben Chevron um 0,44 Prozent auf 104,57 US-Dollar nach, obwohl der Ölkonzern angesichts der steigenden Ölpreise im zweiten Quartal seinen Gewinn kräftig gesteigert und die Erwartungen von Analysten übertroffen hatte. An den vergangenen Tagen hatten bereits einige Konkurrenten wie etwa ExxonMobil und ConocoPhillips kräftige Gewinnzuwächse gemeldet.

Trotz boomender Smartphones kommt der Handy-Hersteller Motorola Mobility auf keinen grünen Zweig, was die Papiere mit 1,22 Prozent auf 22,63 Dollar ins Minus drückte. Überbordende Kosten hatten im zweiten Quartal für einen Verlust gesorgt. Der Pharmakonzern Merck & Co hatte dagegen seinen Gewinn gesteigert und einen weiteren Abbau von bis zu 13’000 Stellen angekündigt. Die Aktien büssten gleichwohl 1,86 Prozent auf 34,28 Dollar ein.

Besser erging es den 1,55 Prozent festeren Starbucks-Titeln, nachdem die Kaffeehauskette ihren Gewinn im dritten Geschäftsquartal um gut ein Drittel gesteigert hatte. Auch die Papiere des Biotechkonzerns Amgen zeigten sich freundlich. Ausgaben für Forschung und Entwicklung hatten zwar den Quartalsgewinn belastet, Experten hatten allerdings einen noch stärkeren Rückgang erwartet. Zudem sollen die Aktionäre erstmalig eine Quartalsdividende erhalten. Die Titel legten um 0,81 Prozent auf 53,86 Dollar zu. (awp/mc/ps)

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