Arbeitslose USA: Erstanträge sinken wie erwartet

Arbeitslose USA: Erstanträge sinken wie erwartet
Arbeitslose vor einem Arbeitsamt in den USA.

Die Zahl der Erstanträge ist um 16’000 auf 385’000 gefallen.

Washington – In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche wie erwartet gesunken. Die Zahl sei um 16.000 auf 385.000 gefallen, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. In der Vorwoche lag der Wert bei revidiert 401.000 (zunächst: 397.000).

Volkswirte hatten diese Zahl erwartet. Im aussagekräftigeren Vier-Wochen-Schnitt sank die Zahl um 7.000 auf 386.250 Anträge.

Verbraucherpreise steigen
Die Verbraucherpreise im Februar überraschend stark gestiegen und verzeichneten einem Zuwachs von 0,5 Prozent zum Vormonat. Auch wenn Volkswirte zuvor nur einen Preisanstieg von 0,4 Prozent erwartet haben, rechnen Experten weiterhin nicht mit einer Reaktion der US-Notenbank (Fed). Im Zuge der Zinsentscheidung am Dienstag hatte die Fed nach wie vor keine Inflationsgefahren gesehen. Auch die jüngsten Preisdaten dürften nach Einschätzung von Experten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) keine Reaktion der US-Notenbank zur Folge haben. Der von der Notenbank stark beachtetet Kernindex der Verbraucherpreise ohne die schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelpreise erhöhte sich im Februar laut dem US-Arbeitsministeriums um 0,2 Prozent. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet. Auf Jahressicht erhöhte sich der Kernindex um 1,1 Prozent.

Keine Fed-Reaktion erwartet
Wie auch in den vergangenen Monaten seien die Verbraucherpreise im Februar erneut von einem Anstieg der Energiekosten beeinflusst gewesen, hiess es weiter in der Mitteilung. Allerdings sprach das Ministerium auch von einem Preisanstieg „auf breiter Basis“. So hätten beispielsweise auch die Preise für Nahrungsmittel im Februar weiter zugelegt. „Trotz des leicht höheren Wertes bei den Kernpreisen liegt die Rate mit 1,1 Prozent noch immer zu tief, um bei den US-Währungshütern Sorgen hervorzurufen“, hiess es weiter von der Helaba. Die leichte Verbesserung der wöchentlichen Arbeitsmarktzahlen scheine ebenfalls zu schwach, um ein baldiges Handeln der Fed zu erwarten.

Weiterer Anstieg vorausgesagt
Für die kommenden Monate rechnen Volkswirte aber mit einem weiteren Anstieg der Verbraucherpreise in den USA. Wenn die Konjunktur in den Vereinigten Staaten weiter anziehe, dürften die Raten bei der Kerninflation steigen, hiess es in einer ersten Einschätzung der Postbank. Zudem sei in den kommenden Monaten nicht mit einer nennenswerten Entlastung bei den Energiepreisen zu rechnen. Daher dürfte sich die US-Inflation weiter beschleunigen, hiess es weiter von der Postbank.

Industrieproduktion fällt überraschend
Die Industrieproduktion im Februar überraschend gefallen. Im Monatsvergleich sei die Produktion um 0,1 Prozent zurückgegangen, teilte die US-Notenbank am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem Anstieg um 0,6 Prozent gerechnet. Der Anstieg im Vormonat wurde jedoch von minus 0,1 Punkte auf plus 0,3 Prozent nach oben revidiert. Im Jahresvergleich erhöhte sich die Produktion im Januar um 5,6 Prozent. Die Kapazitätsauslastung sank von revidiert 76,4 Prozent (zunächst 76,1%) im Vormonat auf 76,3 Prozent. Volkswirte hatten mit 76,5 Prozent gerechnet. (awp/mc/upd/ss)

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