US-Schluss: Sehr schwach – Sorgen über Verschuldung

US-Schluss: Sehr schwach – Sorgen über Verschuldung

New York – Die US-Börsen sind am Montag wie die europäischen Aktienmärkte spürbar von Sorgen vor einem Übergreifen der Schuldenkrise auf Italien belastet worden. Zudem geht in den USA das Ringen um die Erhöhung der Schuldenobergrenze und damit letztlich um die Zahlungsfähigkeit der wichtigsten Volkswirtschaft der Welt weiter. Der Leitindex Dow Jones Industrial verlor bis Handelsschluss 1,20 Prozent auf 12.505,76 Punkte und weitete damit sein Minus vom Freitag weiter aus.

Vor dem Wochenende waren es enttäuschende Arbeitsmarktdaten gewesen, die den Index in die Verlustzone gedrückt hatten.

Der breiter gefasste S&P 500 gab am Montag um 1,81 Prozent auf 1.319,49 Punkte ab. An der Technologiebörse Nasdaq sank der Composite-Index um 2,00 Prozent auf 2.802,62 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 büsste 1,82 Prozent auf 2.362,00 Punkte ein.

Es sei eine «Kombination aus einer sich verschlimmernden Schuldenkrise in Europa und der Unsicherheit über das Defizit und die Verschuldung in den USA», sagte Investmentchef Eric Teal von First Citizens Bancshares in Raleigh (North Carolina). «Die Märkte werden unter Druck bleiben, bis wahrnehmbar wird, dass die Schuldenkrise in Europa besser eingedämmt wird», ergänzte er.

Vor allem Finanzwerte litten – wie in Europa – unter der Schuldenproblematik: So büssten die Aktien der Bank of America als Schlusslicht im Dow 3,27 Prozent auf 10,35 US-Dollar ein. JPMorgan und Citigroup , die im Wochenverlauf Quartalszahlen vorlegen werden, sanken um 3,22 beziehungsweise 5,33 Prozent.

Die Anteilsscheine von Alcoa verloren vor der Veröffentlichung des Quartalsberichts 2,87 Prozent auf 15,91 Dollar. Der Aluminiumkonzern eröffnet nach Börsenschluss die neue Berichtssaison und legt seine Zahlen zum zweiten Quartal vor. Zudem belasteten laut Händlern auch rückläufige Metallpreise die Aktie. Die Titel von Chevron sanken vor einem Zwischenbericht der Ölgesellschaft 1,40 Prozent auf 104,41 Dollar.

Die Aktien von General Motors (GM) gaben nach vorsichtigen Aussagen des Konkurrenten Renault um 2,63 Prozent auf 30,75 Dollar nach. Der französische Autobauer hatte mitgeteilt, er rechne für das laufende Jahr mit einem rückläufigen Branchenabsatz in Europa.

Im Nasdaq-100-Index büssten die Titel der News Corp von Rupert Murdoch als einer der schwächsten Werte 7,58 Prozent auf 15,48 Dollar ein. Die Liberaldemokraten in Grossbritannien – der Juniorpartner in der Regierung mit den Tories von Regierungschef David Cameron – haben Murdoch aufgefordert, sein Angebot für den britischen TV-Sender BSkyB zurückzuziehen.

Sehr fest zeigten sich dagegen die Anteilsscheine von Arch Chemicals , die um 12,33 Prozent auf 47,37 Dollar hochsprangen. Der Schweizer Lifescience-Konzern Lonza will den US-Konzern für insgesamt rund 1,4 Milliarden Dollar übernehmen. Der Verwaltungsrat von Arch Chemicals empfahl seinen Aktionären einstimmig die Annahme des Barangebots. Die beiden Unternehmen haben ein Abkommen unterzeichneten, um ein Übernahmeangebot für alle ausstehenden Arch-Chemicals-Aktien zu einem Preis von 47,20 Dollar pro Stammaktie einzuleiten. (awp/mc/ss)

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