US-Schluss: Talfahrt in letzter Handelsstunde

US-Schluss: Talfahrt in letzter Handelsstunde

New York – Die US-Börsen sind am Mittwoch im späten Handel steil auf Talfahrt gegangen. Experten zufolge war eine Aussage der Ratingagentur Fitch der Auslöser. Diese habe mitgeteilt, dass die Schuldenkrise in der Eurozone für die US-Banken ein ernsthaftes Risiko darstelle. Der hohe, das Wirtschaftswachstum gefährdende, Ölpreis habe die Stimmung zusätzlich belastet, hiess es. Nachdem der Dow Jones Industrial seine frühen Verlusten abschütteln und kurz ins Plus drehen konnte, ging es in der letzten Handelsstunde dann umso heftiger wieder abwärts.

Mit minus 1,58 Prozent auf 11.905,59 Punkte beendete der US-Leitindex einen weiteren hypernervösen Handelstag. Sein Tagestief erreichte er kurz zuvor bei 11.891 Punkten. Der S&P 500 fiel am Ende um 1,66 Prozent auf 1.236,91 Punkte.

An der Technologiebörse Nasdaq verlor der Composite-Index 1,73 Prozent auf 2.639,61 Punkte und der Auswahlindex Nasdaq 100 gab um 1,77 Prozent auf 2.324,37 Punkte nach.

Bankenwerte versammelten sich erneut ganz unten auf den Indexlisten: Im Dow gaben die Aktien von JPMorgan um 3,76 Prozent auf 31,47 US-Dollar nach und die der Bank of America sanken um 3,75 Prozent auf 5,90 Dollar. Die Anteilsscheine von Morgan Stanley büssten im S&P 100 sogar knapp acht Prozent ein, Goldman Sachs und Citigroup verloren jeweils etwas mehr als vier Prozent. Im Dow gab es zudem mit 3M nur einen einzigen Wert, der unverändert schloss. Alle anderen Titel schlossen im Minus.

Die Aktien des Computer-Herstellers Dell rückten im Nasdaq 100 wegen schwacher Quartalszahlen in den Blick. Dell hatte im dritten Quartal die Zurückhaltung seiner Kunden zu spüren bekommen und beim Umsatz enttäuscht. Die Titel sanken um 3,20 Prozent. Um knapp 14 Prozent abwärts ging es nach Zahlen für die Aktien von Abercrombie & Fitch im S&P 500. Laut Händlern war der Modekonzern im dritten Quartal wegen höherer Kosten beim Gewinnanstieg hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Die Rambus-Papiere büssten sogar etwas mehr als 60 Prozent an Wert ein, nachdem der Speicherchip-Designer einen Prozess gegen Micron und Hynix verloren hatte. Micron-Titel legten um mehr als 23 Prozent zu. (awp/mc/ps)

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